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Schlamperei soll Dammbau verzögert haben

Von Mathias Ziegler

Analysen

Erste Pläne für Hochwasserschutz waren fehlerhaft. | Der Streit um den Hochwasserschutz-Ausbau an der March ist um eine Facette reicher. Wie die "Wiener Zeitung" aus dem Büro des niederösterreichischen Landesrats Josef Plank erfuhr, entbehrten jene Pläne, die am 11. Februar 2004 von der Wasserstraßendirektion vorgelegt wurden, etlicher wichtiger Grundlagen. "Neben Grundwassermessungen fehlten auch Berechnungen zur Standsicherheit. Wesentliche Faktoren von Natur- und Landschaftsschutz wurden ignoriert", schildert Büroleiter Christian Milota das Papier, das vor zwei Jahren auf dem Tisch lag. Bei den so oft zitierten 70 Einsprüchen gegen das Projekt handelte es sich also großteils um Beanstandungen durch die Sachverständigen.


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"Forderungen waren nicht vorhersehbar"

Diese waren aber zum Teil gar nicht vorhersehbar, wird die Wasserstraßendirektion von Helmut Pablé, Geschäftsführer des Rechtsnachfolgers "via donau", verteidigt. Bei einem derartigen UVP-Verfahren müsse man teilweise ins Blaue arbeiten und hoffen, dass die Richtung stimmt. Immerhin wurde im Februar 2006 eine Fassung präsentiert, an der sich bisher nur zwei Umweltorganisationen stoßen. Für die Verhandlung im Juni sehe es also gut aus, meint Milota. Bei der "via donau" rechnet man damit, im Falle einer raschen Genehmigung in zwei Jahren mit dem Ausbau fertig zu sein.