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Auch in Österreich sollen mindestens 40 bis 50 Filialen geschlossen werden.
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Pucking/Ulm. Seit mehr als einem Jahr kämpfte der deutsche Drogeriediskonter Anton Schlecker, der 2010 rund 6,55 Milliarden Euro und 2011 laut Metro-Handelslexikon nur 5,76 Milliarden Euro erwirtschaftete, mit argen Umsatzproblemen. Am Freitagvormittag soll ein Verhandlungsgipfel mit Banken und Kreditversicherungen in München das weitere Schicksal von Schlecker besiegelt haben. Der Familienbetrieb Anton Schlecker, den mittlerweile die Kinder Meike und Lars leiten, wird ein Planinsolvenzverfahren beantragen. Das Filialnetz soll geschrumpft werden. Mindestens rund 600 bis 1000 der insgesamt 7000 Standorte dürften geschlossen werden.
"Die Insolvenz der deutschen Muttergesellschaft wird auch auf Schlecker Österreich durchschlagen", sagt Wolfgang Hrobar vom AKV. "Es stehen auch hierzulande Filialen zur Disposition." Dem Vernehmen nach soll es in der Zentrale in Ehingen Pläne geben, nach denen zumindest 40 bis 50 Standorte der 970 Läden in Österreich geschlossen werden. Laut Creditreform beschäftigte Schlecker 2010 weltweit rund 52.000 Mitarbeiter, derzeit sollen es noch rund 47.000 Personen sein. Die österreichische Anton Schlecker GmbH mit Sitz im oberösterreichischen Pucking weist im Firmencompass rund 4987 Mitarbeiter aus. Laut APA sollen es lediglich rund 3000 Personen sein.
"Wir haben für 2012 rund 5000 Mitarbeiter erhoben", sagt Creditreform-Experte Gerhard Weinhofer zur "Wiener Zeitung". "Die österreichische Beteiligung steht nicht schlecht da und wird Einfluss darauf haben, was im deutschen Insolvenzverfahren passiert."
Die Österreich-Geschäfte
In Österreich unterhält die Schlecker International GmbH zwei Firmen: die Anton Schlecker GmbH und die Schlecker-Logistik-Service-GmbH. Zur Anton Schlecker GmbH gehören nicht nur die Filialen in Österreich, sondern auch jene in Belgien, Dänemark, Italien, Luxemburg, Polen und Ungarn.
2010 setzte Schlecker rund 432,71 Millionen Euro um, das Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug 4,67 Millionen Euro. Anscheinend durch eine Steuergutschrift stieg der Überschuss auf 8,65 Millionen Euro. Und aus 2009 wurde ein Bilanzgewinn von 89,53 Millionen Euro mitgenommen. Die Schulden betrugen 69,82 Millionen Euro. Die Miet- und Leasingverpflichtungen betrugen im Vorjahr 31,3 Millionen Euro, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen 169 Millionen Euro. Im Lagebericht der Puckinger-Tochter vom 13. September 2011 heißt es: "Die Fortführung des Unternehmens ist vom Fortbestand der Anton Schlecker, Ehingen, abhängig."
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