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Schneller, höher, stärker

Von Tamara Slavik

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Je näher die olympischen Jugendspiele rücken, desto weiter scheint die Veranstaltung von der ursprünglich kolportierten Idee entfernt. Denn im Vorfeld wird nicht gekleckert, sondern gleich geklotzt.


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Usain Bolt, Jelena Isinbajewa und Michael Phelps sollen die Werte der Jugend-Spiele in die Welt tragen, und schon die Zusammensetzung der Botschafter aus dem Sprint-Weltrekordler, der hochdekorierten, aber amtsmüden Stabhochspringerin und dem Schwimm-Giganten darf als verräterisch angesehen werden. Schneller, höher, stärker lautet das Olympia-Motto, und es scheint auch die Intention zu sein, die hinter der Jugend-Veranstaltung steht. Dem Gigantismus und Kommerz kann sie sich wohl ebenso wenig entziehen wie Problemen wie Leistungsdruck und Doping. Von den hehren Motiven wie der Entwicklung zu Körperbewusstsein, Solidarität und Freude an der Bewegung ist schon jetzt nicht mehr viel übrig.

Siehe auch:Jugend zum Sport als umstrittenes Prestigeprojekt