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Familie als möglicher Schutz vor der Globalisierung. | Bildung für alle bringt Fairness in die Marktwirtschaft. | Weitra. Den Herausforderungen einer sich stark ändernden Berufswelt stellten sich in den vergangenen Tagen die Vortragenden der "23. Waldviertel Akademie" in Weitra.
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"Globalisierung und häufiger Jobwechsel sind für den Einzelnen ein ziemlicher Hammer", betonte der Sozialrechtler Wolfgang Mazal von der Uni Wien. Heute räche sich, dass bei der arbeitsrechtlichen Regelung die Familienarbeit ausgeblendet wurde. Um Familie und Arbeit auszusöhnen, sei eine weiterreichende, sozialrechtliche Anerkennung von Familienarbeit nötig. "Die jetzige Regelung ist für Kinderbetreuung und Pflege ungenügend." Die Frage nach der Gerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt beschäftigte den Wiener Volkswirtschaftler Herbert Walther. Dabei bekämpfte er die Vorstellung, dass die Marktwirtschaft schon von selbst für Fairness sorge. Dies geschehe nur unter bestimmten Voraussetzungen, für die der Staat sorgen müsse. Den Schlüssel zur Verhinderung einer Klassengesellschaft sieht Walther vor allem im freien Bildungszugang.
Bequemes Europa
Gänzlich andere Töne schlug Barbara Kolm, Generalsekretärin des Friedrich August v. Hayek-Instituts, an. "Staatliche Eingriffe verursachen nur noch mehr Arbeitslosigkeit." Mehr persönliche Initiative sei heute gefordert. Europa stehe vor einem Scheideweg "zwischen Bequemlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Unser Trugschluss ist zu erwarten, dass nur der Staat Lösungen bietet."
"Aus christlicher Sicht ist die Globalisierung nicht schlecht", meinte Abt Gregor Henckel-Donnersmarck von Stift Heiligenkreuz. "Sie muss nur unter den richtigen Vorzeichen von Solidarität und Subsidarität gestaltet werden." Donnersmarck brach auch eine Lanze für den arbeitsfreien Sonntag. Schließlich hat auch Gott am siebten Tag der Schöpfung geruht.
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