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Schuldenrekord bei Holmes-Place-Pleite

Von Kid Möchel

Wirtschaft

Gläubiger fordern 104,8 Millionen Euro, Großgläubiger ist die Wiener Städtische.


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Salzburg/Linz. Im Insolvenzverfahren der Holmes Place Health & Fitness Centres GmbH, die zwei Studios in Salzburg und Linz betreibt, türmt sich ein rekordverdächtiger Schuldenberg auf. In der Prüfungstagsatzung am Mittwoch wurden von 120 Gläubigern rund 104,86 Millionen Euro Forderungen angemeldet, bestätigen Klaus Zuckerstätter vom AKV und Elisabeth Eppich vom KSV1870.

Rund 267.000 Euro Forderungen hat der Insolvenzverwalter bisher nur anerkannt. Das Gros der Schulden entfällt auf die Vermieter der zwei aktiven Standorte und des geschlossenen Studios in Innsbruck. Laut AKV soll der Vermieter des Linzer Studios die Wiener Städtische sein, die rund 30 Millionen Euro Außenstände aus dem Mietvertrag beklagt. Laut AKV und KSV1870 sind aber 31 Millionen Euro vom Gesamtforderungsvolumen abzuziehen, weil es sich dabei um eine Doppelanmeldung handelt.

Bleiben unter dem Strich knapp 74 Millionen Euro Schulden. Nun sollen die "zwei Studios" an Interessenten veräußert werden. Bei den gebrauchten Sportgeräten wird nicht viel herauszuholen sein. "Der Wert von Holmes Place besteht aus dem funktionierenden Betrieb und dem Mitgliederstand", sagt Zuckerstätter. "Es geht dabei um ein paar Tausend Mitglieder." Zur Klarstellung: Die Studios von Holmes Place in Wien sind von der Pleite nicht betroffen. Sie werden von der Holmes Place Wien GmbH betrieben.