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Schulschluss: Rund 400.000 Schüler starten in die Ferien

Von Petra Tempfer

Politik

Stufenplan gegen das Schuleschwänzen soll kommen, 440 Euro Strafe möglich.


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Wien. Der heißeste Samstag des Jahres steht bevor, die Prognosen für den Sommer prophezeien Schönwetter und - die Ferien beginnen. Vorerst zwar nur in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland und somit für rund 400.000 Schüler, die restlichen 600.000 Schulkinder folgen aber nächste Woche Freitag nach. Mit der Zeugnisverteilung geht für sie das Schuljahr zu Ende.

Einige von ihnen verlassen vielleicht nicht ganz so unbeschwert das Schulgebäude: jene rund 20.000 Kinder, die ein oder mehrere "Nicht genügend" im Zeugnis stehen haben. 14.500 dieser Kinder kommen aus Wien, wo insgesamt 220.000 Schüler heute, Freitag, in die Ferien starten. 13.000 werden laut Wiener Stadtschulrat im Herbst zu einer Nachprüfung antreten müssen - im Vorjahr waren es etwas weniger. 1500 der "Nicht genügend"-Kandidaten können allerdings ohne belastende Lernsachen im Gepäck ihre Urlaubsreise antreten. Sie dürfen ohne Nachprüfung in die nächste Schulstufe aufsteigen, weil sie bestimmte Anforderungen erfüllen. Wenig überraschend: Neben der Fachbezeichnung "Mathematik", "Deutsch" und der zweiten Fremdsprache prangen die meisten "Nicht genügend" im Zeugnis. Aber 83 Prozent der Wiener Schüler haben keinen einzigen Fünfer.

Gespräche zwischen Eltern und Psychologen

Auch Musterschüler sind allerdings nicht vor jener gravierenden Neuerung gefeit, auf die sich Unterrichtsministerin Claudia Schmied, Familienminister Reinhold Mitterlehner und Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz am Donnerstag geeinigt haben: ein gesetzlich vorgeschriebener Stufenplan zur Bekämpfung des Schuleschwänzens. Die Stufen reichen von Gesprächen zwischen Schülern, Eltern, Lehrern, Schulpsychologen, Sozialarbeitern und der Schulaufsicht bis hin zur Einschaltung der Jugendwohlfahrt. Nützt das alles nichts, können Geldstrafen von bis zu 440 Euro verhängt werden, heißt es. Außerdem soll jährlich erhoben werden, wie viele Schüler die Schulpflicht verletzen. Die Eckpunkte dieses Maßnahmenpakets sollen im nächsten Ministerrat beschlossen werden.

Bevor Schüler wieder ans Schwänzen denken, fahren sie erst einmal in den Urlaub. Der Autofahrerclub ÖAMTC warnt, dass auch in Tschechien und der Slowakei die Ferien und mit ihnen der Reiseverkehr beginnen. Mit Verzögerungen sei auf der Südautobahn (A2) vor der Baustelle bei Baden und auf der Ostautobahn (A4) im Raum Schwechat zu rechnen. Klüger wäre es, mit der Abreise zumindest bis Samstag zu warten.