Zum Hauptinhalt springen

Schweiz als Vorbild

Von Veronika Gasser

Wirtschaft

Aus Sicht des Schienenregulators sollte die Schweiz als Vorbild zur Bewältigung der Verkehrsprobleme dienen, denn diese habe im Unterschied zu Österreich klare verkehrspolitische Ziele.


Hinweis: Der Inhalt dieser Seite wurde vor 21 Jahren in der Wiener Zeitung veröffentlicht. Hier geht's zu unseren neuen Inhalten.

Die Schweiz hat sich in der Volksabstimmung 1994 für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs ausgesprochen. Das Ziel den Schwerverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern, wurde sogar in die Verfassung aufgenommen. Ab 2007 dürfen nur mehr 650.000 Laster pro Jahr durch das Alpenland donnern, zur Zeit sind es noch 1,4 Millionen.

Neben einem großzügigen Ausbauprogramm für die Bahn - bis 2020 dürfen 20 Mrd. Euro für Infrastrukur ausgegeben werden - gibt es für Lkw extrem strenge Kontrollen. Die Lkw-Maut der Schweizer steigt jedes Jahr und wird obendrein zu zwei Drittel zur Finanzierung der Schiene herangezogen. Dafür haben sich die Eidgenossen auch den Sanktus der EU geben lassen, berichtet Margrith Hanselmann, Vizedirektorin des Bundesamts für Verkehr. Gleichzeitig werde danach getrachtet den bereits guten Bahnstandard laufend zu verbessern. Der Bundeszuschuss für die Schweizer Bundesbahn AG beträgt pro Jahr 2,68 Mrd. Euro.

Gerhard Fuhrmann, Geschäftsführer der Schienen-Control, vermisst solches Engagement in Österreich: "Während die Straßenprojekte des Generalsverkehrsplanes voll ausfinanziert sind, fehlt für die Schiene ab 2006 jegliches Konzept." Für die Bahn sei dies keine erfreuliche Perspektive.