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Semmering-Tunnel: Trasse wird erst später festgelegt

Von Harald Waiglein

Wirtschaft

Zusätzliche Umwelt-Untersuchungen sind notwendig.


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Wien. Die Entscheidung darüber, wo der neue Semmering-Basistunnel verlaufen wird, verzögert sich. Ursprünglich wollte die ÖBB Infrastruktur Bau AG bis zum Sommer eine Entscheidung über die endgültige Trasse des Tunnels treffen. Nun wird die Festlegung voraussichtlich erst im nächsten Jahr stattfinden. ÖBB-Infrastruktur-Sprecherin Renate Pelz spricht in diesem Zusammenhang von einer "Verfeinerung des ursprünglichen Grob-Planes", da man Zuge der Prüfverfahren nun ein immer klareres Bild erhalte.

Vier Varianten möglich

Derzeit fassen die ÖBB vier Trassenvarianten ins Auge. Bei allen würde der Tunnel auf niederösterreichischer Seite in Gloggnitz beginnen; das Ende auf steirischer Seite läge entweder in Mürzzuschlag, Ziegenburg, Hönigsberg, Pichlwang oder Langenwang.

Welche Variante letztlich verwirklicht wird, wird anhand eines Kriterienkataloges entschieden. Dieser Katalog umfasst neben wirtschaftlichen auch technische und Umweltkriterien. Seit März 2007 laufen die Prüfungen anhand des Kriterienkataloges.

Diese hätten, so die ÖBB, zwar grundsätzliche Erkenntnisse über die Trassenführung geliefert, in einigen Umwelt-Fragen müssten jedoch weitere Erkundungsarbeiten in der Steiermark und in Niederösterreich durchgeführt werden.

Diese Arbeiten sollen den Sommer über durchgeführt und bis zum Jahresende ausgewertet werden. Im Laufe des nächsten Jahres könnte dann die Trassenentscheidung fallen, sagt Pelz.

Auch beim geplanten Baubeginn 2012 könnte es eine "Verfeinerung" geben, sagt Pelz, ohne ins Detail zu gehen. Die Fertigstellung des Semmering-Tunnels im Jahr 2020 sei dadurch aber nicht gefährdet, so die Sprecherin.