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Serbien: Ein Erfolg, zwei Niederlagen

Von Breda Ozim

Europaarchiv

UNO stimmte für Rechtsgutachten. | Nachbarn: Kosovo souverän. | Belgrad. (apa) Die Annahme des serbischen Antrags auf die Einholung eines Rechtsgutachtens zum Kosovo beim Internationalen Gerichtshof (IGH) in der UNO-Vollversammlung am Mittwoch wird in Belgrad als großer diplomatischer Erfolg gefeiert. Doch schon im Laufe des Donnerstags sollte das mazedonische Parlament bei einer Eil-Sitzung über die Anerkennung des Kosovo entscheiden. Die montenegrinische Regierung wollte in Podgorica ebenfalls diesen Schritt bekanntgeben.


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Der Belgrader Chefdiplomat Vuk Jeremic, der in den vergangenen Wochen auf der Suche nach Unterstützung für den serbischen Resolutionsentwurf fast ununterbrochen unterwegs war, spricht unterdessen von einem "Sieg Serbiens und des Völkerrechts". "Die schwierigste Arbeit steht uns allerdings erst bevor", zeigte sich der 33-jährige Außenminister aber vorsichtig.

Der Kosovo, der im Februar seine Unabhängigkeit ausgerufen hatte, wurde inzwischen von 48 Staaten, darunter 22 EU-Mitgliedsländern, anerkannt. Bei der Abstimmung in der UNO-Vollversammlung enthielten sich viele von ihnen, darunter Österreich, der Stimme.