Zum Hauptinhalt springen

Sicheres Internet-Banking

Von Regine Bohrn

Wirtschaft
Wer Überweisungen via Internet erledigt, muss einiges beachten, um auf der sicheren Seite zu sein.
© © © Tammy Hanratty/Corbis

Virenschutz für den Computer soll immer am letzten Stand sein. | Wer über das Handy überweist, sollte Passwort nicht am Telefon speichern.


Hinweis: Der Inhalt dieser Seite wurde vor 12 Jahren in der Wiener Zeitung veröffentlicht. Hier geht's zu unseren neuen Inhalten.

Wien. Seitdem es die Möglichkeit gibt, Bankgeschäfte über das Internet abzuwickeln, sind die Zeiten vorbei, in denen man für eine Überweisung zur Hausbank gehen musste. Wer sich für diese bequeme Option entscheidet, muss aber einiges beachten, damit keine Daten verloren gehen oder gestohlen werden.

Aus diesem Grund muss der Rechner, über den die Überweisungen abgewickelt werden, sicher sein, sagt Andreas Wildberger, Generalsekretär der Ispa (Internet Service Providers Austria). Der Virenschutz sollte daher immer am letzten Stand sein. Zu beachten ist dabei, dass sich einige Programme von selbst updaten, während man bei anderen selbst aktiv werden muss.

Weiters sollten die Benutzer von Internet-Banking die Adresse der Homepage immer per Hand eingeben, um nicht auf eine gefälschte Seite zu gelangen. Denn sogar ein Lesezeichen, dass ein Kunde selbst angelegt hat, kann manipuliert werden. Sollten Zweifel an der Sicherheit der Seite auftreten, reicht ein Blick auf die Adress-Leiste. Wenn https:// am Beginn der Adresse steht, ist die Seite sicher. Steht nur http://, ist sie gefälscht.

Passwörter niemals aus der Hand geben

Ein weiterer Schritt in Richtung mehr Sicherheit ist, dass die Bankkunden "starke Passwörter" verwenden sollten, meint der Experte. Anstatt "Franzi1" sollte daher eine Kombination aus Groß- und Kleinbuchstaben sowie Zahlen verwendet werden. Wer sich beim Erinnern schwer tut, kann sich Eselsbrücken bauen und sich etwa einen Satz überlegen, wo dann nur die Anfangsbuchstaben der Wörter verwendet werden, erklärt Wildberger.

Wichtig ist auch, dass die Zugangsdaten und Passwörter nicht aus der Hand gegeben werden. Sollte also ein E-Mail von der Hausbank eintrudeln, in dem nach den Zugangsdaten verlangt wird, sollte man es nicht beantworten und umgehend löschen, so der Rat der Arbeiterkammer (AK). Dasselbe gilt, wenn jemand anruft und sich als Bankmitarbeiter ausgibt.

Bankkunden, die beim Eingeben der Passwörter und Zugangscodes auf Nummer sicher gehen möchten, sollten die Daten wenn möglich per Mausklick auf einer virtuellen Tastatur und nicht über die stationären Tasten eingeben, rät die AK. So kann die Eingabe nicht mitverfolgt werden, selbst wenn der PC bereits von Trojanern, die Passwörter ausspähen, befallen ist. Aus Sicht der AK ist es auch ratsam, die Codes, die für die Überweisung notwendig sind (TANs), über das Handy anzufordern, da das "eine Spur sicherer" sei, als die Codes zu verwenden, die die Bank auf Papier zur Verfügung stellt.

Keine Überweisungen in U-Bahn tätigen

Neben dem Überweisen am PC gibt es seit kurzem auch die Möglichkeit, Bankgeschäfte über das Handy mittels entsprechender Applikationen (Apps) abzuwickeln.

Wer sich für diese Option entscheidet, sollte dabei aber "das Hirn einschalten und sich die Frage stellen, ob eine Überweisung unbedingt in der U-Bahn erledigt werden muss", meint Wildberger.

In der Bank würde man ja schließlich auch nicht wollen, dass einem bei einer Überweisung eine andere Person über die Schulter schaut. Weiters sollten Handy-Banker die Passwörter und Zugangsdaten nicht am Mobiltelefon abspeichern, da das beim Verlust des Handys zu bösen Überraschungen führen kann.