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Nun wird auch das Personal kontrolliert. | Vorerst noch keine Röntgendetektoren. | Schwechat. Wegen einer EU-Verordnung, die am 1. Jänner 2006 in Kraft tritt und zur Kontrolle strengere Sicherheitsvorkehrungen auf Flughäfen vorschreibt, wird der Personalstand in Wien-Schwechat erhöht. 150 zusätzliche Sicherheitskräfte sollen eingestellt werden.
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Künftig muss auch das Flughafenpersonal strenger geprüft werden. "Bisher wurden nur die Passagiere kontrolliert, ab nun stehen auch sämtliche Mitarbeiter unter Beobachtung", erläuterte ein Flughafen-Sprecher am Dienstag gegenüber der "Wiener Zeitung". Das bedeutet, dass künftig auch alle Flughafenangestellten mittels Metalldetektoren und Röntgengeräten überprüft werden. Von diesen verschärften Sicherheitsmaßnahmen sind insgesamt 14.000 Beschäftigte betroffen, die sich bisher mit gültigem Sicherheitsausweis auf dem gesamten Flughafengelände - außer in den Terminals - frei bewegen konnten.
Kein Röntgen-Vorreiter
Die für die Sicherheit am Flughafen zuständige Firma Vias, die derzeit 600 Sicherheitskräfte beschäftigt, soll noch diese Woche mit der Rekrutierung der 150 neuen Mitarbeiter beginnen.
Keine Neuerung wird es in naher Zukunft bei der Sicherheitstechnik am Wiener Flughafen geben. Röntgendetektoren, die laut "Kronenzeitung" praktisch ein Nacktfoto der Passagiere auf dem Bildschirm liefern und derzeit auf zwölf US-Flughäfen und in London-Heathrow getestet werden, stehen am Vienna Internationals Airport noch nicht zur Debatte. "Wir werden hier sicher keine Vorreiterrolle spielen, sondern abwarten, ob sich diese Geräte überhaupt bewähren", hieß es dazu am Montag.
Wegen Studenten Maschine geräumt
Dass die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen Wien-Schwechat auch jetzt schon greifen, bewies die zuständige Stelle am Dienstag. Nachdem ein Passagier in einem Flugzeug der dänischen Gesellschaft "Maersk" den übrigen Insassen verdächtig vorgekommen war, ließ der Pilot die voll besetzte Maschine von der Flughafenpolizei räumen. Sicherheitshalber wurde das Flugzeug auch gründlich durchsucht.
Der junge Mann war ersten Angaben zufolge dadurch aufgefallen, dass er "verdächtig ausgesehen und eine Zeitung mit arabischen Schriftzeichen gelesen" habe, berichtete Flughafen-Sprecher Hans Mayer. Der ausländische Student wurde von der Polizei verhört, erwies sich aber als harmlos. Seinen Flug, der aufgrund der Evakuierung mit zweistündiger Verspätung startete, versäumte er jedenfalls.

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