Zum Hauptinhalt springen

Sie zeigt die Zeit an!

Von Bernhard Baumgartner

Kommentare

Hinweis: Der Inhalt dieser Seite wurde vor 9 Jahren in der Wiener Zeitung veröffentlicht. Hier geht's zu unseren neuen Inhalten.

Mit den Worten "One more thing . . ." ließ Apple-Chef Tim Cook Dienstagabend vor der versammelten Gemeinschaft der Apple-Jünger aus nah und fern ein Bömbchen platzen: Apple hat ein neues Spielzeug für seine Aficionados erfunden: eine Uhr. Die laut Apple sehr viel kann. Sogar die Zeit anzeigen - und das auf nicht weniger als zwei Millionen Arten! Und sie misst mehr oder weniger gut den Puls -so wie hunderte andere Uhren auch, die es jedoch deutlich billiger als für 350 Dollar gibt.
 
Aber wir wollen an dieser Stelle nicht hämisch sein, denn eines hat man der staunenden Weltöffentlichkeit noch nicht mitgeteilt: wozu die Uhr, die eine abgespeckte Version einiger Apps von Navigation bis SMS anzeigen kann, im Alltag eigentlich wirklich gut sein soll. Zumal sie nur dann funktioniert, wenn man das zugehörige Telefon auch mithat. Das hat sie allerdings mit allen anderen Herstellern gemeinsam. Auch bei Samsung erschließt sich eigentlich nicht, warum man sich ein zweites Display umschnallen soll, wenn man das erste ohnehin mit sich trägt.

Bleibt, wenn die Funktionalität nicht überzeugt, wenigstens das Design, das ja bei Apple am Schluss immer noch den einen oder anderen Käufer überzeugt. Hier gibt es sehr kritische, aber auch zufriedene Stimmen. Resümee: Ein Design-Knaller ist sie nicht. Aber hässlich kann man das rechteckige Ding mit dem Retina-Display auch nicht nennen. Ob das reicht, um für Apple das "next big thing" zu werden, ist jedoch zweifelhaft. Dazu hätte es einer einzigen Sache bedurft: einer guten Idee. "More of the same" kann nicht überzeugen.