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Siemens mit 13% Ergebnisplus

Von Helmut Dite

Wirtschaft

Siemens Österreich bleibt auch in rauen Zeiten die schönste Tochter des Konzerns - mit Ergebnissteigerung trotz Umsatzrückgang. Verantwortlich dafür sind vor allem die früher oft kritisierte Aufstellung als "Gemischtwarenladen" - während etwa der Handybereich hinkt, brausen die U-Bahn- und S-Bahn-Züge der SGP voran - und die starke Entwicklung in den Südosteuropa-Töchtern.


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Der "Wirtschaftsraum" Südost - mit mittlerweile fast 2.500 der insgesamt knapp mehr als 17.000 Mitarbeitern der Siemens Österreich-Gruppe - marschiert mit plus 31% Auftragseingang, plus 10% Umsatz und plus 42% EGT deutlich rascher als die AG in Österreich selbst, wo der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2001/2002 (per Ende September um weitere 4% auf 2,010 Mrd. Euro zurückging.

Insgesamt legte die Gruppe aber trotz stagnierender oder sogar rückläufiger Märkte "eine sehr, sehr starke Bilanz" vor, wie Finanzvorstand Peter Schönhofer formulierte. Beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) wurde ein Plus von 13% auf 322,6 Mill. Euro erzielt, sagte Generaldirektor Albert Hochleitner. Die Siemens AG Österreich hat - u.a. auf Grund der Ausgliederung der TS (Technische Services) in die SGP Verkehrstechnik - hingegen ein EGT-Minus von 1,7% auf 247,9 Mill. Euro verbucht.

Für das laufende Geschäftsjahr 2002/03 gab sich Hochleitner vorsichtig optimistisch. Auf Grund des derzeitigen Auftragsbestands und dem für 2003 erwarteten Wachstum im Mobilfunkbereich - nach zuletzt stetigem bergab sollte dieser Bereich diesmal wieder um 18% zulegen - wolle die Siemens AG Österreich im neuen Geschäftsjahr 2002/03 beim EGT und beim Umsatz "mindestens" das Vorjahresniveau erreichen, "wahrscheinlich sogar leichte Zuwächse". Der von Siemens adressierte Markt in Österreich werde 2003 um schätzungsweise 2% auf 9,5 Mrd. Euro wachsen.

Man überlege außerdem - gemäß dem konzernweiten Trend, die Zahl der Gesellschaften zu reduzieren - eine Wiedereingliederung der SGP Verkehrstechnik, der Gebäudetechnik-Gruppe Siemens Building Technologies (SBT) und der IT-Dienstleistungs-Gruppe Siemens Business Services (SBS), da es Synergien gebe und eine gesonderte Führung der Gesellschaften "auch Geld kostet". Dann käme Albert Hochleitner seinem bei Amtsantritt angepeilten Ziel von 60 Umsatzmilliarden - in Schilling - wieder nahe.