Zum Hauptinhalt springen

Solarenergie: Österreich ist Nummer 1

Von Peter Kantor

Wissen

Österreich ist bei der Solarenergie internationaler Vorreiter. Nicht nur hinsichtlich der installierten Kollektorenfläche wird die Spitzenposition bekleidet, auch die heimischen Solarunternehmen sind europaweit erfolgreich. Kein Wunder also, dass vom 8. bis 11. September 2004 bereits zum siebten Mal ein internationales Symposium zur Solarenergienutzung stattfindet.


Hinweis: Der Inhalt dieser Seite wurde vor 19 Jahren in der Wiener Zeitung veröffentlicht. Hier geht's zu unseren neuen Inhalten.

Das Symposium "Gleisdorf SOLAR" wird von der AEE INTEC (Arbeitsgemeinschaft erneuerbare Energie, Institut für Nachhaltige Technologien) veranstaltet und ist seit der Erstveranstaltung im Jahr 1992 nicht nur in Österreich, sondern auch im europäischen Raum zu einem Fixpunkt im Veranstaltungskalender zum Thema Solarenergienutzung geworden.

Der Veranstalter rechnet mit rekordverdächtigen 400 Teilnehmern aus über 15 Nationen. Schwerpunkte sind die "neuen Märkte" in Ost- und Südosteuropa, Komponenten und Systementwicklung, Solaranlagen für Warmwasser und Raumheizung, solare Prozesswärme, solares Kühlen und solares Bauen.

Wie in den vergangenen Jahren begleitet das Symposiu m eine umfangreiche Fachausstellung, die Neuentwicklungen und erprobte Solartechnologien, Biomassefeuerungsanlagen sowie energieeffiziente Technologien zeigt. Am 9. und 10. September ist die Ausstellung nur für das Fachpublikum des Symposiums zugänglich, am 11. September öffnet sie sich für die Öffentlichkeit.

Die Eröffnung der "Gleisdorf Solar 2004" ist gleichzeitig der offizielle Startschuss zum "solar:wärme"-Programm des Lanwirtschaftsministeriums im Rahmen des Klimaschutzprogramms "klima:aktiv", das mit 2,6 Mio. Euro dotiert ist. Es gilt Gegenmaßnahmen zu den aktuellen Ölpreissteigerungen zu setzen. Mit der federführenden Umsetzung des Programms wurde gleichfalls die AEE INTEC aus Gleisdorf beauftragt.

Spitzenreiter in Europa

Das Programm "solar:wärme" bilde durch die Forcierung neuer Marktsegmente (Geschosswohnbau, Tourismus) einen wichtigen Impuls für die breite Umsetzung solarthermischer Systeme in Österreich, heißt es im Landwirtschaftsministerium. Damit soll die Basis für die Stärkung der führenden Position österreichischer Unternehmen am boomenden europäischen Solarmarkt geschaffen werden.

Seit 1977 wird in Österreich die Marktentwicklung der thermischen Solaranlagen erhoben und dokumentiert. 2003 wurde eine Kollektorfläche von 176.000 m² neu installiert. Über 170.000 Haushalte in Österreich setzen bei der Warmwasserbereitung bereits auf die Sonne. Die Gesamtkollektorfläche betrug Ende 2003 über 2,7 Mio. m². Österreich nimmt somit eine Spitzenposition in Europa ein.

"Mit Solaranlagen haben Sie kostenloses Warmwasser ohne klimaverändernde Emissionen", wirbt die Austria Solar. Die Nutzung von Sonnenenergie ist tatsächlich ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz. Jedes achte Einfamilienhaus in Österreich besitzt heute eine Solaranlage. Bereits die Hälfte aller in den letzten Jahren neu installierten Anlagen liefert neben warmem Wasser auch Energie für die Raumheizung. Darunter sind auch Hunderte Großanlagen für Wohnsiedlungen, Heime, Hotels, Bäder, Sportstätten und Betriebsgebäude.

Wien setzt auf Solarenergie

Die Solarförderung wird in Wien besonders stark forciert. Die neue Solarförderung ist seit 1.1.2004 in Kraft und begünstigt vor allem solare Heizungsunterstützung und Großanlagen. Für eine Solaranlage zur Heizungsunterstützung im Einfamilien- oder Reihenhaus mit 16 Quadratmeter Kollektorfläche und 1.000 Liter Speicher erhält man in Wien 3.700 Euro, in Vorarlberg bis zu 3.349 Euro, in Kärnten 2.550 Euro, in Oberösterreich 2.300 Euro, in Niederösterreich und Burgenland jeweils 2.200 Euro, in Tirol 1.920 Euro, in Salzburg 1.330 Euro und in der Steiermark 560 Euro.