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Songwriter für den Song Contest

Von Bernhard Baumgartner

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Im ORF mahlen die Mühlen in Sachen Song Contest auf der dem Zeitdruck angepassten Stufe. Doch was schnell läuft, läuft manchmal laut. So laut, dass Dinge an die Medien gelangen, die noch gar nicht für diese bestimmt sind. So dürften sich die Überlegungen, nach welchem Modus denn der österreichische Beitrag für 2015 auszusuchen ist, verdichten. Dass es sich dabei um eine Casting-Show handeln wird, hat Song-Contest-Executive-Producer Edgar Böhm bereits in der "Wiener Zeitung" angekündigt. Nun lichten sich die Schleier noch ein Stück weiter. So soll es diesmal nicht um einen reinen Interpreten gehen, sondern es soll auch die Genese des Songs in die Show mit einbezogen werden. Demnach gibt es Überlegungen, eine Art "Songwriter-Camp" zu inszenieren, wo junge Talente unter Anleitung erfahrener Top-Musiker lernen, Songs zu schreiben und diese dann auch zu performen.

Das könnte sich wohltuend vom Einheitsbrei der "Ich-stell-mich-vorn-hin-und-sing-was-von-Adele"-Fraktion abheben und dem Show-Format - einmal abgesehen vom Song Contest - einen neuen Schub geben. Denn das Althergebrachte zieht nicht mehr so wirklich, wie RTL gerade mit der vorzeitigen Einstellung von "Rising Star" zur Kenntnis nehmen musste. Da konnte man nicht verhindern, dass sich Kandidaten live auf Sendung beschwerten, dass man ihnen einen Titel aufs Auge gedrückt hat - und die Jury sie dann für die Songauswahl kritisierte. Wichtig für den ORF wäre nur: Der Song darf gut sein, aber nicht zu gut. Sonst kann man sich den Küniglberg-Neubau wohl nicht mehr leisten.