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Sorge um Frieden eint die Religionen

Von Heiner Boberski

Politik

Interreligiöser Dialog: Was Religionen verbindet und trennt. | Wien. Der interreligiöse Dialog, der diese Woche auf Einladung von Rotary im Wiener Hotel Bristol stattfand, war zum Abbau von Vorurteilen gedacht und ergab die Sorge um den Frieden und die Ablehnung von Gewalt als wichtige Gemeinsamkeit. Indem die Religionsvertreter vorerst ausführten, wo sie mit anderen Religionen übereinstimmten und wo nicht, entstand eine vom evangelisch-reformierten Pfarrer Alexander Abrahamowicz geleitete sehr lebendige Debatte. Sowohl Judentum als auch Christentum und Islam schöpfen vielfach, etwa bei den sittlichen Geboten, aus den gleichen Quellen.


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Peter Landesmann betonte, andere Religionen seien missionarisch, nicht so das von ihm vertretene Judentum. Der katholische Weihbischof Helmut Krätzl lobte das Klima seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil. Bei Christen müsse der Mund sagen, wovon das Herz voll sei, meinte der evangelisch-lutherische Bischof Herwig Sturm. Hass zwischen den Religionen, deren Vielfalt er als gottgewollt ansieht, spürt der Muslim Omar Al-Rawi nicht. Verfolgte frühe Muslime fanden einst Asyl im christlichen Äthiopien. Und verfolgte christliche Armenier, wie der armenische Erzbischof Mesrob Krikorian erzählte, bei syrischen Muslimen.