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Spanische Fiesta in Mailand und Basel?

Von Christoph Rella

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Es ist gut möglich, dass das, was wir da in den vergangenen beiden Tagen im internationalen Klub-Fußball gesehen haben, in den Finali zu einer rein spanischen Angelegenheit wird. Sowohl in der Champions als auch in der Europa League haben nach den insgesamt vier Hinspielen im Semifinale die spanischen Teams Real Madrid, Atlético Madrid, Villareal sowie der FC Sevilla die Nase vorn.

Während die Königlichen nach dem 0:0 gegen Manchester City frohgemut ins Bernabéu einlaufen können - immerhin hatte man hier auch im Viertelfinale den Rückstand gegen VfL Wolfsburg gedreht -, darf auch Sevilla, das sich am Donnerstag von Donezk 2:2 getrennt hat und damit zwei Auswärtstore aufzuweisen hat, vor heimischem Publikum auf den Finalaufstieg hoffen. Es wäre das dritte Europa-League-Endspiel in Folge - und das Triple wohl eine Sensation.

Dass Atlético (gegen Bayern) und Villareal (gegen Liverpool) mit einem kleinen 1:0-Polster in die Rückspiele am 3. und 5. Mai gehen, passt da nur zu gut ins Bild - und lässt die Möglichkeit, dass die Endspiele in Champions und Europa League heuer ganz zu spanischen Festspielen ausarten, realistisch erscheinen. Historisch wäre diese Konstellation, in der sich Atlético und Real in Mailand sowie Villareal und Sevilla in Basel im Finale gegenüber stehen würden, aber allemal. Zwar gab es in der bisherigen Geschichte des internationalen Klub-Fußballs immer wieder rein spanische Endspiel-Begegnungen (2000, 2007, 2012 und 2014), aber noch nie in der gleichen Saison. Ob
das gut ist, sei dahingestellt. Aber es sagt zumindest einiges über den Europas Fußball aus.