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Spiel auf oder mit dem Wasser

Von Judith Schmitzberger

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Die Premiere des "Zarewitsch" in Mörbisch musste wegen schlechten Wetters abgebrochen werden. Auch bei der ersten "Aida" in Bregenz war der Bodensee nicht das einzige Nass. Mussten im Burgenland alle Besucher nach Hause fahren, hatte in Vorarlberg ein Viertel der Besucher die Möglichkeit, ins Trockene zu übersiedeln.


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Sommerzeit ist Freiluftzeit ist Gewitterzeit ist Regenzeit. Das stellt die Veranstalter oft vor schwierige Entscheidungen. Wann eine Vorstellung bei fraglichen Witterungsbedingungen stattfindet und ob sie abgebrochen wird, ist nicht nur eine finanzielle Frage. Es ist ein Balance-Akt im Rennen um die Publikumsgunst. Das Geld für die Eintrittskarten wird in Bregenz nur zurückerstattet, wenn weniger als 60 Minuten gespielt wurde. Drinnen weitergespielt wird bei weniger als 90 Minuten. Ausfallszahlungen sind allerdings versichert. Bei der Premiere brach man nach knapp 90 Minuten ab. Es wurden Stimmen laut, man habe versucht, auch die Übersiedlung zu verhindern. Mit allen Mitteln. Dagegen spricht, dass trotz Dauerregen kaum ein Besucher die Aufführung verließ. Eine Spontanumfrage ergab, dass den meisten Besuchern 90 Minuten Regen und "Aida" lieber waren als Geld zurück und dafür keine Oper.

Das nächste Kräftemessen von Natur und Kultur steht jedenfalls schon vor der Tür - der "Jedermann" in Salzburg.

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