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"WZ"-Interview mit dem Politologen Peter Ulram. | "Wiener Zeitung": Warum konnte die FPÖ gerade unter SPÖ-Wählern so viele Unterstützer für ihr Volksbegehren mobilisieren?
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Peter Ulram: Die Wähler sind der neuen EU-Linie der Sozialdemokraten gefolgt. Da hat sich die SPÖ selbst ein Bein gestellt. Daran hat auch der Schwenk der SPÖ nichts mehr geändert. Dafür ist AK-Präsident Tumpel massiv in den Anti-EU-Kurs eingestiegen. Die Argumentation in der EU-Politik zwischen FPÖ und SPÖ ist nicht unterscheidbar.
Könnten ein starker Anti-EU-Kurs und Anti-Ausländer-Kurs die SPÖ bei den Wahlen den ersten Platz kosten?
Das ist möglich. Man sieht ja, dass gerade in jenen Gebieten, wo es bei den letzten Wahlen schon große Überschneidungen zwischen SPÖ und FPÖ gegeben hat, das Volksbegehren stärker unterstützt wurde. Eine populistische Anti-EU-Linie bedeutet Wahlwerbung für die FPÖ, denn da gehen die Leute eben gleich zum Schmied.
Würden Sie das Volksbegehren als erfolgreich bezeichnen?
Wenn es darum geht, andere Wähler anzusprechen, dann war es nicht so schlecht.
Univ.-Doz. Dr. Peter Ulram ist
Bereichsleiter der Sozial- und Politikforschung bei Fessel-GfK .
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