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SPÖ in Graz und "Hochburgen" stark

Von Helmut Dité

Politik

SPÖ auch in Graz stärkste Kraft. | RennstreckenGemeinden straften ÖVP und Grüne ab. | Graz. (hdt) Der Flop des Spielberg Rennstreckenprojekts und der Skandal um die Förderungen für den Tierpark Herberstein schlugen sich in den Wahlergebnissen der betroffenen Gemeinden signifikant nieder: In Spielberg verlor die ÖVP satte 15,83 Prozentpunkte, im angrenzenden Zeltweg 9,05%, FPÖ und Grüne verloren ebenfalls. Gerhard Hirschmann, der seinerzeit die Formel 1 zurückgeholt und sich für den Ausbau des Rings eingesetzt hatte, erreichte in Spielberg mit 4,69 Prozent und in Zeltweg mit 3,43 Prozent deutlich bessere Ergebnisse als landesweit.


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In der Tierpark-Gemeinde St. Johann bei Herberstein (Bezirk Hartberg) fuhr die Volkspartei einen Verlust von 10,50 Prozentpunkten ein, die SPÖ gewann ungefähr eben soviel dazu, blieb aber dennoch um 60 Stimmen hinter der ÖVP auf Rang 2. Gerhard Hirschmann, der als ehemaliger Tourismus-Landesrat mitverantwortlich für die stille Beteiligung des Landes am Tierpark Herberstein war, bekam in St. Johann exakt eine Stimme.

SPÖ auch in Graz voran

Auch in der Landeshauptstadt Graz ist es der SPÖ gelungen, stärkste Kraft zu werden. Mit einem Plus von 6,59 Prozentpunkten und 33 Prozent gelang es, die ÖVP zu überrunden, die mit minus 9,57 Prozentpunkten auf 31,04 Prozent zurückgefallen ist. Die KPÖ unter Ernest Kaltenegger konnte zwar nicht an das Gemeinderatsergebnis von 2003 anschließen, legte aber dennoch gegenüber 2000 um 10,94 Prozentpunkte zu, was mit 14,03 Prozent Platz drei - vor den Grünen- bedeutete.

Grünes Grundmandat

Die Grünen verloren in Graz 1,80 Prozentpunkte und kamen auf 10,67 Prozent, gewannen aber dort ihr Grundmandat. Die FPÖ verlor fast zwei Drittel ihrer Wähler und rasselte von 14,04 auf 5,53 Prozent hinunter - damit war das Grundmandat verpasst. Letztlich fehlten den Blauen im Wahlkreis 1 - Graz und Graz-Umgebung - 716 Stimmen.

SPÖ hielt Hochburgen

Durchwegs Zugewinne im zweistelligen Prozentpunkte-Bereich gab es für die Sozialdemokraten in ihren alten Hochburgen vor allem der Mur-Mürzfurche - wie Mürzzuschlag, Bruck an der Mur, Kapfenberg, Fohnsdorf, Judenburg und Knittelfeld.

Die Kommunisten konnten dort aus dem Stand fünf bis sieben Prozent erreichen, während die ÖVP in der Größenordnung von jeweils sechs bis acht Prozent ablegen musste, die FPÖ teilweise noch deutlicher.