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Es ist ein Spiel, das man unter Freunden ewig weiterspielen könnte - bis in nachtschlafende Zeit hinein, wie es nun etwa auch dem Verfasser dieser Zeilen am Wochenende wieder passiert ist. Wie hieß der Ausnahme-Stürmer Kameruns bei der WM 1990? (Roger Milla) Wie viele Weltcupsiege hat Hermann Maier in seiner Karriere gewonnen? (54) Wie heißt das Heimstadion des AC Milan? (San Siro/Giuseppe Meazza) Welche Tennisspielerin hat als Einzige den Golden Slam gewonnen? (Steffi Graf) Und so weiter. Das Gute daran ist: Ist man sich bei der einen oder anderen (schwereren) Frage nicht sicher, genügt ein Wischen über das Smartphone - und wir sich alle wieder ein Stück klüger.
Nun sind solche Sportgespräche, wo es um Ergebnisse und Namen geht, gewöhnlich die Ausnahme. Wenn es am Stammtisch ans Eingemachte geht, dann regieren nicht die Zahlen, sondern die Emotionen. Die Debatten reichen von der Performance der Sportler über das Verhalten des Referees bis hin zum Klatsch und Tratsch über Verletzungen und Privates. Und würden die Medien zum Beispiel nur Ergebnislisten und Rekorde bringen, die Sportseiten der Zeitungen und Online-Portale blieben ungelesen. Tatsächlich gibt es eine Zutat, ohne die der Sport und die Berichterstattung nicht auskommen: Emotion.
Und diese bleibt in der Regel im Gedächtnis. Wie auch im Beispiel von Roger Milla: An die Tore des Afrikaners wird sich heute kaum jemand wirklich noch erinnern, wohl aber an seinen legendären Tanz um die Eckfahne. Was wäre der Sport ohne solche Momente? Eine trockene Statistik.

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