Zum Hauptinhalt springen

Spott und Häme für Stronachs Pläne

Von mei

Politik

Skepsis und Zweifel überwiegen, Hashtags sprechen deutliche Sprache.


Hinweis: Der Inhalt dieser Seite wurde vor 11 Jahren in der Wiener Zeitung veröffentlicht. Hier geht's zu unseren neuen Inhalten.

Wien. Wahrheit, Transparenz und Fairness: Die Grundprinzipien der neuen Partei von Frank Stronach sind hehr, geben aber bereits einen ersten Vorgeschmack darauf, auf was sich der Austrokanadier mit seiner Parteigründung, für die er auch als Spitzenkandidatn antreten wird, einlassen könnte. Denn weil Details zu der neuen Fraktion noch unbekannt sind, lassen Internetnutzer ihre Fantasie spielen und liefern bereits erste Namensvorschläge für die Stronach-Partei. Besonders populär dabei: die nicht ganz unproblematische Abkürzung der genannten Grundprinzipien -  WTF.

Erfreut dürften Stronachs Mitstreitern angesichts der ersten Reaktionen der Twitter-User auf die gestern erfolgte Ankündigung der Parteigründung nicht gewesen sein. Denn hier waren weniger Glückwünsche oder Aufmunterungen zu lesen, sondern Skepsis, Spott und Häme. Sorgen um die Zukunft des Landes werden ebenso geäußert wie Begriffe wie senil oder Vorschläge zur Verbrüderung mit einem bekannten Wiener Baumeister.

What the f...
Noch deutlicher ist die Sprache der Twitter-User bei der Wahl der Hashtags: Von oldcrazymen über wasdieweltnichtbraucht bis hin zu bananenrepublik - Zustimmung sieht anders aus. Besonders sollte freilich der populärste der in diesem Zusammenhang verwendeten Hashtags zu denken geben: WTF. Denn dieser Ausdruck hat im Internet eine unzweideutige Aussage. Ob die dergestalt geäußerte Verblüffung über die Ankündigung einer neuen Partei sich nur auf Twitter beschränkt, oder weitere Teile der Gesellschaft erfasst, wird sich ab der letzten Septemberwoche zeigen. Denn dann will Spitzenkandidat Stronach mit seinen Mitstreitern Details zur neuen Partei bekanntgeben. Und hoffentlich auch einen unverfänglichen Namen präsentieren können.