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S&T bleibt weiter auf Expansionskurs im Osten

Von Sissi Eigruber

Wirtschaft

Am Dienstag hat der in Osteuropa tätige IT-Dienstleister S&T eine Gewinnwarnung für das dritte Quartal 2002 herausgegeben. Im Gespräch mit der "Wiener Zeitung" zeigt sich die Unternehmensführung dennoch optimistisch.


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Die Ergebnisse hätten sich auf dem Niveau der beiden ersten Quartale bewegen sollen, so Karl Tantscher, Vorstandsvorsitzender von S&T , System Integration & Technology Distribution AG. Doch es kam zu einem deutlichen Einbruch. S&T bietet IT-Lösungen an, vor allem für Unternehmen aus den Bereichen Telekom, Banken, Energie, öffentliche Institutionen und Gesundheit.

Nach den vorläufigen Angaben des Unternehmens ist das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 400.000 bis 500.000 Euro gesunken (im 2. Quartal waren es 1,585 Mill. Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern wird minus 700.000 bis minus 800.000 Euro betragen (im 2. Quartal waren es plus 435.000 Euro). Nur der Umsatz entspricht mit über 40 Mill. Euro den Erwartungen. Die endgültigen Zahlen für das dritte Quartal und die ersten neuen Monate wird S&T heute bekannt geben. Ursache für die unerwartet schlechten Ergebnisse seien erstens die sinkenden Margen, zweitens sein im dritten Quartal erstmals die neuen Übernahmen in der Türkei (Systemintegrator Protek) und Rumänien (Plaut Romania S.R.L.) konsolidiert worden. Sie hätten beide mit einem "kleinen" negativen EBIT zu dem Ergebnis beigetragen. Der S&T-Chef ist davon überzeugt, im richtigen Moment investiert zu haben: Die Wirtschaft in der Türkei sei zwar noch nicht angesprungen, "aber sie wird anspringen". S&T setzt also weiter auf Ausbau. Speziell in Polen, Ungarn und Russland wolle man größer werden. "Dort sind wir im Vergleich zu der Größe des Marktes dort, noch zu klein, so Tantscher.

Der bereits angekündigte Wechsel des Börseplatzes, weg von der Nasdaq Europe, werde frühestens im März 2003 stattfinden. Zur Diskussion stünden derzeit die Nasdaq USA, die London Stock Exchange und auch die Wiener Börse.

Das Jahres-Umsatzziel von 170 Mill. Euro hält Tantscher nach wie vor für realistisch. Für das EBIT 2002 prognostiziert er 2 bis 4,5 Mill. Euro. Im August war das Unternehmen noch von einer Verdoppelung des Betriebsergebnis auf 7 bis 8 Mill. Euro ausgegangen (nach 4 Mill. Euro im Jahr 2001). Dennoch: "Wir vernichten kein Cash, wir produzieren Cash, betonte Tantscher.

http://www.snt.at