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Standard Life will Lücke schließen

Von Rosa Eder

Wirtschaft

Der britische Lebensversicherer Standard Life hat sich in den drei Jahren seit seinem Start in Österreich einen Marktanteil im Neugeschäft von 4% erarbeitet. Verkauft werden die Produkte des größten britischen Lebensversicherers auf Gegenseitigkeit über mittlerweile 900 Makler. Damit nimmt Standard Life in Österreich die Top-Position in diesem Bereich ein.


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Die Prämieneinnahmen aus dem Neugeschäft beliefen sich im Geschäftsjahr 2001/2002 auf rund 90 Mill. Euro. Davon entfielen 60 Mill. Euro auf Einmalerläge und 30 Mill. Euro auf laufende Prämien, gab Walter Schuster, Vertriebsdirektor für Österreich, bekannt.

Standard Life betreut weltweit für 5 Millionen Kunden Vermögenswerte von rund 120 Mrd. Euro und beschäftigt in Nordamerika, Europa und Asien 13.500 Mitarbeiter. In Österreich besteht das Team aus 15 Beschäftigten, die in der Vertriebsdirektion in Graz tätig sind. Standard Life verwaltet derzeit 27.000 österreichische Versicherungsverträge. In drei bis vier Jahren will Schuster auf 100.000 kommen.

Standard Life sieht sich mit ihren Produkten zwischen der traditionellen Lebensversicherung und der fondsgebundenen Lebensversicherung angesiedelt und will mit einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Renditechancen und Sicherheiten eine Lücke bei den in Österreich angebotenen Kapitalanlageformen schließen. Standard Life wirbt mit höheren Renditechancen im Vergleich zu herkömmlichen Produkten. Investiert wird überwiegend in Aktien. Dies sei die Basis für langfristig hervorragende Wertentwicklungen.

Standard Life Österreich wird wahrscheinlich noch heuer ein staatlich gefördertes Zukunftsvorsorgeprodukt offerieren. Da die staatliche Prämie erst rückwirkend bezahlt werde, sei noch bis Jahresende Zeit, so Schuster. Die wenigen bisherigen Anbieter der "Zukunftsvorsorge" kritisiert er heftig aufgrund ihrer hohen Abschlussprovisionen. Bis jetzt sei erst ein Anbieter mit einem fairen Produkt am Markt. Um welches Unternehmen es sich dabei handle, wollte er nicht sagen. Andreas Zakostelsky, Geschäftsführer der Raiffeisen Capital Management, nimmt an, dass die "Raiffeisen-Pension" damit gemeint ist, da diese als einziges Zukunftsvorsorgeprodukt in Form eines Investmentfonds aufliegt und sich somit deutlich von den anderen Produkten unterscheidet. Alle anderen Anbieter sind nämlich mit fondsgebundenen bzw. indexgebundenen Lebensversicherungen in den Markt gegangen. "Unsere Kostenstruktur ist transparent", betont Zakostelsky im Gespräch mit der "Wiener Zeitung". Verlangt werden 3% Ausgabeaufschlag und eine Verwaltungsgebühr von 1,15% p.a.. Raiffeisen Capital Management peilt mit der Raiffeisen-Pension einen Marktanteil von 20% an, ausgehend von 300.000 erwarteten Vertragsabschlüssen.

http://www.standardlife.at