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Stark belegte Top-Angebote könnten mehr kosten

Von Veronika Gasser

Wissen

Für die Industriellenvereinigung ist die Uni-Reform ein erster Schritt. Doch mit der Ausgliederung sollte ein unternehmerischer Geist an den Forschungsstätten herrschen.


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Keine Alternative zur Ausgliederung der Universitäten und ihrer Entlassung in die Vollrechtsfähigkeit sieht die Industriellenvereinigung (IV). Zentralismus und Bürokratie müssten durch unternehmerisches Denken abgelöst werden. IV-Präsident Peter Mitterbauer kritisierte, dass der Hochschul-Sektor Österreichs im internationalen Vergleich die höchsten Kosten aufweise. In anderen Staaten gebe es effizientere Strukturen. Die Verantwortung dafür liege aber nicht nur bei den Uni-Angehörigen: Das "ausgeprägte System der Nichtverantwortlichkeit in den Kollegialorganen" sowie das alte Dienstrecht mit zahlreichen Pragmatisierungen sind für die IV die eigentlichen Übel. Die Einführung von Studiengebühren und das seit 1. Oktober geltende neue Dienstrecht seien erste richtige Schritte. Mit der Ausgliederung folge nun der "krönende Schlusspunkt". Die Aufgabentrennung zwischen Rektor und Uni-Rat sei eine wichtige Voraussetzung. Die Studienbeiträge müssten direkt an die jeweilige Uni fließen, forderte der stv. Leiter des bildungspolitischen Ausschusses der IV, Peter Adler. Nur dann ergebe sich der notwendige Lenkungseffekt, keinesfalls dürften die Beiträge als Finanzierungsinstrument herhalten. "Doch für überlaufene Top-Angebote sollte es möglich sein, mehr Geld einzuheben", betont Gerhard Riemer, Leiter der Bildungsabteilung in der IV. Höhere Studiengebühren wären durchaus vorstellbar, aber erst ab 2005 ein Thema.