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Starke Gruppe BAWAG/P.S.K.

Von Rosa Eder

Wirtschaft

In der österreichischen Bankengeschichte wurde im Jahr 2000 mit der Privatisierung der Postsparkasse ein Meilenstein gesetzt. Die P.S.K.-Käuferin, die Bank für Arbeit und Wirtschaft AG (BAWAG), stellt sich nun als Konzern mit einer Bilanzsumme von 44,8 Mrd. Euro und über 5.000 Mitarbeitern dar und ist damit die drittgrößte Bankengruppe Österreichs.


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Wie BAWAG-Generaldirektor Helmut Elsner vor Journalisten mitteilte, erzielte die BAWAG/P.S.K.-Gruppe im Vorjahr ein um ein Drittel höheres Betriebsergebnis von rund 346 Mill. Euro und ein um ein Viertel gestiegenes EGT von rund 284 Mill. Euro. Um 11% auf 113 Mill. Schilling gesunken ist das EGT der BAWAG AG. Elsner verwies darauf, dass im Jahr 1999 der max.mobil-Anteil verkauft worden war. Während die Betriebserträge von - addierten - 837,1 Mill. auf 957,3 Mill. Euro stiegen, legten die Betriebsaufwendungen von 585,4 Mill. auf 611,5 Mill. Euro zu.

Der Vertrieb über die derzeit rund 2.300 Postämter, soll effizienter werden, sagte P.S.K.-Generaldirektor Stephan Koren. Der Verkauf von Standardprodukten über die Zusteller-Schiene soll forciert werden. Zu einer möglichen Schließung von Postämtern könne er derzeit nichts sagen, so Elsner. Noch nicht entschieden sei auch, ob die beiden Versicherungen des Konzerns - Postversicherung und BAWAG-Versicherung - getrennt bleiben, sagte er.

Besonders erfolgreich war der Konzern im Jahr 2000 mit Wertpapieren. Das Wertpapierportefeuille lag mit rund 11 Mrd. Euro um 14% über dem addierten Wert von BAWAG und P.S.K. im Jahr 1999.

Die Spareinlagen wuchsen um 2% auf 15,1 Mrd. Euro, die Forderungen an Kunden um 5% auf 1,2 Mrd. Euro. Das Volumen an Privatkrediten konnte um 8,7% oder 204,4 Mill. Euro gesteigert werden.