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Für die Buwog liegt das Übernahmeoffert der deutschen Vonovia nun offiziell vor - Frist bis 12. März.
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Wien. Knapp 14 Jahre nach seiner Privatisierung steht der Wiener Wohnimmobilien-Konzern Buwog erneut im Fokus einer Übernahme. War es 2017 zunächst der österreichische Branchenrivale Conwert, will sich der deutsche Immobilienriese Vonovia nun auch die Buwog, die im Frühjahr 2014 im Rahmen einer Abspaltung vom Mutterkonzern Immofinanz an die Börse gebracht wurde, ins Portfolio holen. Am Montag fiel offiziell der Startschuss für die milliardenschwere Übernahme.
Wie bereits kurz vor Weihnachten angekündigt, bietet der ebenfalls auf Wohnungen spezialisierte DAX-Konzern Vonovia pro Buwog-Aktie 29,05 Euro in Cash. Die Annahmefrist läuft 26 Börsentage - bis inklusive 12. März (17 Uhr Ortszeit Wien). Den Vollzug des Übernahmeangebots hat Vonovia an die Bedingung geknüpft, dass ihr von sämtlichen in Umlauf befindlichen Buwog-Aktien mindestens 50 Prozent plus eine Aktie angedient werden. Ist das Angebot erfolgreich, wird es noch eine Nachfrist geben, die drei Monate läuft - konkret vom 16. März bis 18. Juni.
Blackrock bei Buwog an Bord
Das Übernahmeoffert bewertet die gesamte Buwog mit mehr als fünf Milliarden Euro. Zum Vergleich: 2004, im Jahr der Privatisierung, wurde die Immobiliengesellschaft für knapp eine Milliarde Euro verkauft. Ungereimtheiten rund um die vom damaligen Finanzminister Karl-Heinz Grasser durchgeführte Buwog-Privatisierung beschäftigen Österreichs Justiz noch heute. Seit Dezember läuft ein Strafprozess gegen Grasser und 14 weitere Personen.
Vonovia hat am Montag nicht nur ein Angebot an die Buwog-Aktionäre gerichtet, sondern auch an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen. Diesen werden in der ersten, bis 12. März laufenden Annahmefrist 115.753,65 Euro je Nominale (100.000 Euro) geboten, in der Nachfrist wären es dann mit 93.049,33 Euro deutlich weniger. Nach Angaben von Vonovia geht es bei den Buwog-Wandelschuldverschreibungen um ein Gesamtnominale von 300 Millionen Euro.
Wie die Buwog mitteilte, wird ihr Management das nun offiziell vorgelegte Übernahmeoffert "sorgfältig prüfen" und voraussichtlich am 13. Februar eine "ausführlich begründete Stellungnahme" veröffentlichen. Wie berichtet, hatte Buwog-Chef Daniel Riedl das Angebot bisher gutgeheißen und den Aktionären zur Annahme geraten. Daran wird sich wohl nichts ändern. Auch der Wiener Anlegerschützer Wilhelm Rasinger hatte Vonovias Offert als "fair und angemessen" bezeichnet.
Bei der Buwog sind derzeit 86,1 Prozent der Anteile breit im Publikum gestreut. Größte Einzelaktionäre sind der US-Fondsriese Blackrock (5,4 Prozent), die US-Investmentbank JP Morgan Chase (4,4 Prozent) und die in Paris ansässige Fondsgesellschaft Syquant Capital (4,1 Prozent).
Mit rund 350.000 Wohnungen gilt Vonovia als größter deutscher Wohnimmobilien-Konzern. Gelingt die Buwog-Übernahme, kommen gut 49.000 Wohnungen in Österreich und Deutschland dazu.

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