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Als LiF-Chefin Heide Schmidt Sonntag um 10.15 Uhr zur Stimmabgabe in ihrem Wahllokal in der Schule In der Krim in Döbling einlangte, begannen in der nahegelegenen Kirche die Glocken zu läuten. Auf | die Frage, ob sie das als ein Zeichen auffasse, lächelte Schmidt nur vielsagend und meinte, dass die Liberalen auch dem neuen Nationalrat angehören werden · wie stark, werde sich am Wahlabend zeigen.
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Schmidt war mit leichter Verspätung zur Wahl gekommen. Einige Telefonate hätten sie gehindert, pünktlich zu kommen, entschuldigte sie sich bei den wartenden Fotografen und Journalisten. Geschlafen
habe sie gut, meinte sie auf eine entsprechende Standardfrage.
Natürlich warte sie gespannt auf den Wahlausgang, aber auch 1994, beim ersten Antreten des LiF sei es sehr aufregend gewesen und 1995, als alles auf eine Konfrontation SPÖ·ÖVP hindeutete, bei der die
kleinen Parteien nichts zu gewinnen hatten, sei sie ebenso gespannt gewesen wie heute, meinte die LiF-Chefin, die in einem eleganten grauen Kostüm mit einer farblich passenden Kette · "Steine aus
Griechenland, die ich öfter trage, aber man sieht ja immer nur meine Perlenkette" · zur Wahlurne schritt.
Geduldig reihte sich Schmidt in die Warteschlange vor dem Wahllokal. Ein vor dem Klassenzimmer aufgehängter Spruch · "Wenn Dich die Lästerzunge sticht, so lass Dir dies zum Troste sagen: Die
schlechtesten Früchte sind es nicht, woran die Wespen nagen." · sei auch "keine Entscheidungshilfe", meinte die LiF-Kandidatin.
Beim Einwerfen des Wahlkuverts in die Urne scherzte Schmidt noch, dass es wohl für alle Seiten angenehmer wäre, den Vorgang mehrmals zu wiederholen. Auf die Frage, ob sie eine Vorzugsstimme vergeben
habe, meinte Schmidt: "Ehrlich gesagt nein. Ich habe ja schon bei der Kandidatenaufstellung ein wenig mitzureden gehabt."
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