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So viele Klein- und Kleinstparteien wie noch nie wollen heuer ins Parlament. Wenn man sehr blauäugig ist, könnte man das ja durchaus als wachsendes Interesse an der Politik interpretieren. Bei diesem Phänomen handelt es sich aber eher um die Auswirkungen der allgemeinen Politik(er)-Verdrossenheit. Denn zumindest ein Großteil jener Parteien, denen es gelungen ist, genügend Unterstützungserklärungen zu sammeln, sind keine Neulinge auf dem politischen Markt. Das heißt: Fehlten 2006 noch die frustrierten Unterstützer, so sind die heute da - und das nutzen die Kleinen aus.
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Ein zumindest zehn Punkte langer Stimmzettel kann sich für Beobachter ja durchaus als interessantes demokratiepolitisches Experiment herausstellen. Weniger zu lachen haben die etablierten Parteien SPÖ, ÖVP, FPÖ und Grüne, denen wohl einige Stimmen durch die Lappen gehen werden. Auch das BZÖ sitzt - trotz Haiders Rückkehr - nicht so sicher im Sattel, dass es nicht Verluste etwa durch "Rettet Österreich" befürchten muss.
Einerseits wackelt dann das System einer stabilen Koalition mit nur zwei Partnern, andererseits wird so vielleicht die Möglichkeit wechselnder Sachkoalitionen eröffnet.
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