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Strobl soll zu einem "Kompetenzzentrum für Weiterbildung" werden

Von Heike Hausensteiner

Politik

Das Bundesinstitut für Erwachsenenbildung, kurz: BIFEB, in Strobl am Wolfgangsee soll zu einem "Kompetenzzentrum für Weiterbildung" werden. Dazu wird es aus dem Bildungsministerium ausgegliedert und in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung umgewandelt, kündigte Ministerin Gehrer an.


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Sanft schmiegt sich der Wolfgangsee ans Ufer des Bürglsteins. Die Gegend hier eignet sich wahrlich dazu, Freizeit und Weiterbildung zu verbinden. Bürgl-, See- und Wiesenhaus bieten - auf dem ehemals "arisierten", dann restituierten Areal - eine perfekte Infrastruktur zum Studium. Ab 2001 soll das BIFEB eine Gesellschaft für Erwachsenenbildung werden, so der Wunsch von Ministerin Elisabeth Gehrer. Derzeit würde das Erwachsenenbildungshaus nämlich die Zielvorgaben nicht erfüllen.

Lehrerfortbildungen finden hier ebenso statt wie die alljährliche "International Summer High School" der Universität Wien. Das BIFEB führt im Bereich der ihm übertragenen Kompetenzen auch eigene Lehrgänge (wie Bildungs- und Projektmanagement, Bibliothekswesen, Supervisionsausbildung, Mitarbeiterführung u.ä.) und eigene Projekte durch. BIFEB-Direktor Ernst Gattol berichtet im Gespräch mit der "Wiener Zeitung" etwa von einem Projekt zum Thema Integration versus Nationalismus, das in Kooperation mit anderen EU-Ländern durchgeführt wurde. Auch gab es einen Schwerpunkt in Sachen Frauen-Bildung, erzählt der studierte Sozial- und Wirtschaftswissenschafter.

In Zukunft soll das "Kompetenzzentrum" im Zuge von Leistungsverträgen mit dem Ministerium Bildungsangebote verkaufen können und sich so an bildungspolitischen Projekten beteiligen. Es soll zum österreichischen Mittelpunkt für Erwachsenenbildung werden und als Netzwerk im europäischen Zusammenhang agieren, geht es nach Gehrers Vorstellungen.

Die neue Rechtsform des Erwachsenenbildungshauses lässt BIFEB-Direktor Gattol erst einmal auf sich zukommen: "Wir werden versuchen, mit den Änderungen konstruktiv umzugehen." Ein genauer Zeitpunkt für die Ausgliederung steht noch nicht fest.

Im Mittelpunkt stehen für das BIFEB im Augenblick die existenziellen Verhandlungen. Da das Vermögen an die Bundesimmobilengesellschaft (BIG) übertragen wird, ist vor allem zu klären, welche Ressourcen das neue "Kompetenzzentrum" zur Verfügung haben wird. Eine Reduzierung der jetzigen Einrichtung auf ein bloßes "Bildungshotel" soll jedenfalls verhindert werden.

Infos zum BIFEB-Programm unter Tel. 06137/66 21-0 oder im Internet unter: www.bifeb.at/.