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Badelt warnt vor übereilter Aktion. | Studenten geht Plan zu wenig weit. | "Wie hältst Du es mit den Studiengebühren?" An dieser Frage kann man dieser Tage festmachen, ob es einer Partei nur um Wahlkampfzuckerln geht.
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Denn dem regenbogenkoalitionären Plan, die Studiengebühren und damit die Zugangsbedingungen etwa für das Medizin-Studium ersatzlos zu streichen, haftet für Beobachter der Geruch des Populismus an. So hat etwa der OECD-Bericht "Education at a Glance" deutlich gemacht, dass es keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen Studiengebühren und Akademikerquote gibt. So kostet ein Studienplatz in Österreich durchschnittlich 10.000 Euro im Jahr, die jährlichen Studiengbühren aber liegen mit 720 Euro weit darunter.
So hat die Studierendensozialerhebung vom vergangenen Jahr bewiesen, dass die Einführung der Studiengebühren 2001 keinen Rückgang an Studienanfängern gebracht hat. So haben die Uni-Rektoren erst vor kurzem davor gewarnt, dass ein plötzlicher Wegfall von 150 Millionen Euro für das Budget der Unis droht. So hat Christoph Badelt, Chef der Universitätenkonferenz, am Freitag erklärt, eine "Nacht- und Nebelaktion" sei nicht zielführend - Wahlkampfmusik trete hier an die Stelle seriöser Bildungspolitik.
Die einzigen, die sich freuen, sind die Studenten. Aber selbst denen geht der Plan nicht weit genug: Die Hochschülerschaft fordert eine Abschaffung auch für Nicht-EU-Bürger.
Dass es eigentlich hoch an der Zeit wäre, über eine Qualitätssicherung an den Hochschulen und nicht über 360 Euro im Semester zu debattieren, scheint hier vollkommen untergegangen zu sein.
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