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Das rot-grüne Bündnis hat sich trotz - oder wegen - des geänderten Wahlrechtes bei den am Donnerstag zu Ende gegangenen ÖH-Wahlen behauptet. Bei einer von 29,9 auf 30,5 Prozent gestiegenen Wahlbeteiligung konnten der Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) und die Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS) an Stimmen zulegen. Zur Mandatsmehrheit in der ÖH-Bundesvertretung fehlen nur noch drei Sitze.
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Sicher sind dem VSStÖ bereits 15 Mandate und seinem Partner GRAS 14, also 29 der 62 Sitze in der Bundesvertretung (BV), dem österreichweiten Studentenparlament. Die VP-nahe AktionsGemeinschaft (AG) hält bei 14 Mandaten.
VSStÖ und GRAS können bei der Wahl der neuen ÖH-Führung am 29. Juni sicher auf die Stimme des Kommunistischen StudentInnenverbandes (KSV) zählen. Voraussichtlich gibt es wieder eine rot-grüne Führung.
Die AG müsste es schaffen, die elf Vertreter der Fachschaftslisten (FLÖ) und alle anderen Mandatare zur Unterstützung gewinnen, um die Neuauflage von Rot-Grün - bisher Grün-Rot - zu verhindern.
Zwei Sitze werden erst am 15. Juni von Vertretern der kleineren Pädagogischen Akademien und der Kunstuniversität Linz vergeben.
AG verlor
Das neue Wahlrecht, das keine Direktwahl der BV, sondern in die BV delegierte Vertreter der einzelnen Universitäten vorsieht und von Rot und Grün als Aktion der "Umfärbelung" der Studierendenvertretung gedeutet wurde, fiel der AG auf den Kopf, die Wähleranteile verlor und an etlichen Hochschulen Mandate nur hauchdünn verfehlte.
http://www.wienerzeitung.at/bilder/artikel/oeh1.gif Das neue Wahlrecht nützte vor allem den FLÖ, sie holten mit 13 Prozent der Stimmen 18 Prozent der BV-Mandate. Im neuen System entsprechen die Mandatszahlen nicht den Stimmenanteilen, nach denen wie vor zwei Jahren Platz eins an die GRAS (25,3 Prozent), Rang zwei an die AG (24,7 Prozent) und erst die Bronzemedaille an den VSStÖ (21,2 Prozent) ging.
Der VSStÖ sicherte sich aber drei der bereits in den vergangenen Wochen bestimmten fünf Vertreter der großen Pädagogischen Akademien. Der VSStÖ habe "mehr erreicht, als wir uns je vorgestellt haben", meinte dessen Spitzenkandidatin Barbara Blaha. Er ist erstmals in seiner Geschichte mandatsstärkste Fraktion im Studierendenparlament.
Uni Wien bleibt links
Als linke Hochburg hat sich die größte Universität des Landes, die Uni Wien, etabliert. Dazu trug auch die Ausgliederung der traditionell konservativ wählenden Mediziner in eine eigene Universität bei.
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