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sub auspitziis oliveris

Von Manfred A. Schmid

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Nun hat es also Chris erwischt. Am Samstag musste er, begleitet von Oliver Auspitz - sub auspitziis oliveris - und dem Gekreische erregter Teenies, das "Taxi Orange"-Haus in der Kutschergasse verlassen. Nun kann er zielstrebig mit der Vermarktung seines "Allo"-Images beginnen. Das Ausscheiden zu diesem Zeitpunkt mag dafür sogar recht günstig sein, noch ist das Interesse der 14- bis 29-Jährigen an diesem Spektakel auf dem Siedepunkt; erfahrungsgemäß flacht es nach dem Ende der Show recht schnell wieder ab. Wer spricht heute noch von "Big Brother" Zlatko?

Wegen der angesprochenen Zielgruppe haben wir hier auf dieser Seite bislang kaum darüber berichtet. Wir glaub(t)en einfach nicht, dass unsere Leser in erheblichem Ausmaß daran interessiert sein dürften. Allerdings gibt es doch etliche der Zielgruppe bereits entwachsene Stimmen, die dieser Sache durchaus Positives abgewinnen können. Im "Diarum" hat sich Redaktionskollege GeraldSchmickl jüngst als gelegentlicher "Taxi Orange"-Seher und -Fan geoutet, und Roger Willemsen, renommierter deutscher TV-Journalist im Kulturressort, hat in einem Interview seine Vorliebe dafür sogar wissenschaftlich begründet: In "Reality-Soaps" ließen sich Menschen beobachten wie Fische in einem Aquarium. Und genau das ist es, was mich daran so stört: Mir sind Fische im Korallenriff, am Meeresgrund oder in einem Gebirgsbach eben doch lieber als im küstlichen Ambiente eines Aquariums. Einzige Ausnahme: Im Fischrestaurant, wo ich mir den gegeigneten aussuchen kann:. Eben noch hinter Glas - schon auf dem (Präsentier-)Teller.