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Homer ist doch schlichtweg herzig: Er säuft nach der Arbeit im Kernkraftwerk in Moes Taverne in Unmaßen sein Duff-Bier, hat ungezügelte Fressattacken, Selbstreflexion ist ihm fremd, und seine Aufmerksamkeit widmet er nur Dingen oder Personen, die seine infantile Vergnügungssucht befriedigen - plus seinem Sohn, um seinen Gefühlsausbrüchen freien Lauf zu lassen. Er ist gelb mit vier Fingern, Glatze und Waschbärbauch - und ein Comic. Und weil er nur aus Schwächen besteht und nur von einem Fettnäpfchen zielsicher ins nächste stolpert, ist er ein liebenswerter Antiheld - zwei T-Shirts mit, zugegebenermaßen, wenig intelligenten Aufschriften gibt es da schon in der Garderobe; wenn auch in der Pyjama-Lade.
Die von Matt Groening kreierte, vielfach ausgezeichnete US-amerikanische Zeichentrickserie mit Homer Simpson und seiner Familie - Marge, Bart, Lisa und Maggie - ist aufgrund ihrer teils versteckten, teils ganz offensichtlichen Karikatur des US-amerikanischen Alltagslebens zur Kult-TV-Serie geworden: "Die Simpsons" - 1987 erstmalig ausgestrahlt - ist die am längsten laufende US-Zeichentrickserie, die bisher immerhin mit mehr als 500 Episoden aufwarten kann. Kinofilm (2007), Comic-Hefte und Computerspiele natürlich inklusive. Wiederholungen der "Simpsons"-Folgen sind auf allen Sendern, egal ob privat oder öffentlich-rechtlich, sowieso Usus. Und so stört es ausnahmsweise einmal nicht, wenn sich ORFeins diesen Gewohnheiten unverblümt anschließt. Aber nur, weil es "Die Simpsons" sind.
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