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Für die Schweizer Fluglinie Swiss International Air Lines Ltd. (ehemals Crossair AG) hat ein neues Kapitel begonnen: Nach dem Konkurs der Swissair hat sich die Nachfolge-Airline ein neues Konzept verpasst und arbeitet bereits mit Hochdruck an dessen Umsetzung. Der Flughafen Wien (VIE) spiele darin eine wichtige Rolle, sagte Arjen Pen, Executive Vice President Sales & Marketing, am Freitag vor Journalisten in Wien.
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Die Umstellung der Flotte auf Airbus, die Evaluation der Langstreckenflotte, Kauf bzw. Leasing von 52 neuen Flugzeugen, 6.000 neue Mitarbeiter, die transatlantische Partnerschaft mit American Airlines und die Streichung unrentabler Strecken sind nur einige der bereits verwirklichten Punkte. Noch nicht abgeschlossen sei allerdings der Vollbeitritt zur globalen Allianz oneworld, der u.a. die Iberia, Finnair, Qantas und Cathay Pacific angehören.
Heuer werde Swiss voraussichtlich noch einen Verlust von 1 Mrd. Schweizer Franken einfliegen, aber bereits 2003 soll die Gesellschaft den Break even erreicht haben. Bis dahin werde man keine neuen Strecken aufnehmen. Im 1. Quartal 2002 wies Swiss bei einem Umsatz von 517 Mill. Franken einen Verlust von 190 Mill. Franken (130,5 Mill. Euro) aus. Die Gesamtverschuldung betrug 17 Mrd. Franken.
Kritik einstecken musste Swiss für ihre mitunter aggressive Preispolitik. Pen wies jedoch den Vorwurf des Preisdumpings weit von sich: "Wir konnten immer 100%ig nachweisen, dass wir nicht die billigsten waren."
Unverständlich sei ihm, Pen, auch die EU-Kritik an der Kapitalbeteiligung des Bundes zum Start des Flugbetriebes Ende März in Höhe von 1 Mrd. Franken. Schließlich seien der Bund mit 20% und die Kantone mit 12% an der Swiss beteiligt. Der Rest verteile sich auf private Firmen, wobei die beiden Großbanken UBS und Credit Suisse jeweils knapp über 10% der Anteile halten.
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