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ORF-Programmdirektor Wolfgang Lorenz hat es wieder getan. Nach seinem Sager vom "Scheiß Internet", in das sich "die Jungen verkriechen", legte der umstrittene ORF-Mann jüngst beim Bachmann-Preis nach. Wie erst jetzt bekannt wurde, hat Lorenz dort eine Rede gehalten, die im ORF-Bericht schamhaft als "apokalyptisch" bezeichnet wird, von Beobachtern aber eher der Rubrik "jenseitig" zuzuordnen ist. Aber urteilen Sie selbst:
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"Uns fehlt ein wichtiger Teil von Gesellschaft, nämlich die p.t. Jugend, die auch hier immer so angefleht wird, sie möge doch endlich Lesen lernen, durch Zuschauen zumindest oder irgendwie; die fällt nämlich total aus, weil sie offensichtlich einerseits die Schnauze voll hat - das haben die Jungen eh immer gehabt (...) - und zweitens, weil die Jungen beschlossen haben, an uns gar nicht mehr teilzunehmen, sondern lieber täglich ins Internet zu kotzen, und das noch anonym, weil da kann wenig passieren und man fühlt sich aber richtig gut, weil mans dem Internet gesagt hat.. ."
Darüber, ob es angemessen ist, dass sich Mitglieder der Geschäftsführung des ORF in der Öffentlichkeit einer Gossen-Sprache bedienen, lässt sich sicher streiten. Dass aber jemand, der offensichtlich keinerlei Verständnis für neue Medien und deren Kultur zeigt, an den Schalthebeln des Programms sitzt, ist für ein Medienunternehmen sicher nicht unproblematisch.

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