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Tchibo/Eduscho senkt die Kaffeepreise

Von Sophia Freynschlag

Wirtschaft

Kaffeeröster macht den Hauptumsatz mittlerweile mit Heimaccessoires & Co.


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Wien. Kaffee war in den vergangenen Monaten immer wieder ein Preistreiber im Warenkorb der Statistik Austria - nun können Kaffeetrinker zumindest teilweise aufatmen. Der Kaffeeröster Tchibo/Eduscho senkt hierzulande ab Mitte Oktober die Preise um 50 Cent pro halbes Kilo. "Nach einer noch nie da gewesenen Hausse an den Rohkaffeebörsen stellen wir einen Trend nach unten fest", sagt Harald J. Mayer, Geschäftsführer von Tchibo/Eduscho Österreich. Im Heimmarkt Deutschland hat der Kaffeeröster die Preise bereits heuer im April im gleichen Ausmaß gesenkt.

Der Tchibo-Umsatz verschiebt sich zugunsten des Gebrauchsartikel-Sortiments: 40 Prozent entfallen auf Kaffee, 60 Prozent auf Non Food - von Laufbekleidung bis Damenunterwäsche. Im November und Dezember steigt der Anteil aufgrund des Weihnachtsgeschäftes auf 70 Prozent. Sehr beliebt bei den - großteils weiblichen - Kunden waren die Produkte für Haustiere, die heuer im August erstmals eine Woche lang verkauft wurden. Dieses Sortiment werde man wieder anbieten.

Konkurrenz wird härter

Durch Wohnaccessoires-Anbieter wie Butlers und Depot habe sich ein "enormer Wettbewerb aufgebaut", sagt Mayer. Tchibo ist im Lebensmittelhandel, bei Bäckereien und mit 150 Filialen vertreten. Kleine Geschäfte werden durch größere ersetzt, auch im neuen Shoppingcenter in Gerasdorf bei Wien wird Tchibo vertreten sein.

Der Umsatz von Tchibo/Eduscho Österreich mit 1200 Mitarbeitern stieg 2011 um neun Millionen auf 327 Millionen Euro. Für heuer geht Mayer von Wachstum aus. Ein Fünftel des Umsatzes kommt über den Online-Shop.