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Der Konflikt zwischen dem multinationalen Schweizer Konzernriesen Nestlé und dem verarmten afrikanischen Land Äthiopien ist beigelegt.
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In einem mit irrsinnigen Forderungen unterlegten Verfahren verlangte der größte Nahrungsmittelkonzern der Welt 6 Mill. US-Dollar (5,6 Mill. Euro) Entschädigung. Nestlé begründete seine Forderungen damit, dass das Land am Horn von Afrika 1975 eine Tochtergesellschaft des Konzerns verstaatlicht hat.
Die in London ansässige Nicht-Regierungsorganisation Oxfam und andere NGOs protestierten sofort und entfachten ein Feuer an negativer Publicity, dem sich Nestlé nicht länger aussetzen wollte. Immerhin ist der Konzern eines der reichsten Unternehmen weltweit und erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten des Vorjahres einen Gewinn von umgerechnet 3,6 Mrd. Euro. Hingegen ist Äthiopien eines der meist verschuldeten Länder der Welt und kämpft gegen eine lang anhaltende Hungersnot.
Jetzt haben sich die beiden Kontrahenten auf eine Entschädigungssumme von 1,5 Mill. Dollar (1,39 Mill. Euro) geeinigt. Gleichzeitig verpflichtete sich Nestlé, den gesamten Betrag an Organisationen zu spenden, die helfen, die Hungersnot in dem ostafrikanischen Land zu bekämpfen. Darüber hinaus will der nahrungsmittelmulti die äthiopischen Behörden dabei unterstützen, langfristige Projekte gegen den Hunger und für einen besseren Zugang zu Trinkwasser zu entwickeln.
Der Schatten wird aber noch länger auf dem Unternehmen lasten, das versucht hat, eine horrende Geldsumme von einem Land einzuklagen, in dem geschätzte 11 Millionen Menschen Hunger leiden.
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