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Arbeiterkammer und ÖGB erkennen im Entwurf zum Kindergeld "Fallen für berufstätige Eltern". Außerdem fehle der Familienleistung die faire Finanzierungsbasis.
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Massive Verschlechterungen ortet Ingrid Moritz, Leiterin der Frauen- und Familienabteilung der AK, für Eltern die Teilzeitkarenz in Anspruch nehmen wollen. "Bisher gab es keine Zuverdienstgrenze, diese wird nun für alle eingeführt." Die selbe Kritik kommt erwartungsgemäß von der Frauenvorsitzenden des ÖGB Renate Csörgits. Der Zuverdienst wird auf 15.700 Schilling begrenzt. Ihr Gegenkonzept lautet: Teilzeitbeschäftigung während der Karenz rechtlich zu verankern. Denn bislang wären die Eltern auf den "Goodwill" der Arbeitgeber angewiesen, der trotz massivem Interesse nur selten gegeben ist.
Problematisch werten die Experten auch den Umstand, dass Karenzzeiten nicht flexibel gestaltet werden können. Ein Aufschieben der Karenz wird nicht möglich sein. Besonders skurril ist für die Arbeitnehmervertreter der Umstand, dass für einkommenschwache Familie die Zeiten schwieriger werden. Der Zuschuss für Alleinerzieher wird gekürzt und die Familienzuschläge von 400 Schilling gar gestrichen, erläutert Moritz: "Damit verschlechtert sich aber gerade die Situation von Erziehern, die zwei oder mehr Kinder erhalten müssen."
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