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Telekom Austria: "Sparen für ein profitables Festnetz"

Von Eva Stanzl

Wirtschaft

Telekom will Mitarbeiter-Abbau "nicht dementieren". | Wien. Offiziell will man es zwar nicht bestätigen, aber hinter den Kulissen wird verhandelt. Die Telekom Austria (TA) soll noch heuer bis zu 1000 ihrer 9000 Beschäftigten abbauen, berichtete die "Presse" am Wochenende.


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"Das können wir derzeit nicht kommentieren, weil der Vorstand Verhandlungen mit dem Betriebsrat führt. Aber ich kann es auch nicht grundsätzlich dementieren. Wir müssen sparen, um das Festnetz profitabel zu machen", erklärt Festnetz-Sprecher Martin Bredl. In den kommenden zwei Jahren will die Konzernführung 150 Mio. Euro einsparen - 60 Prozent davon beim Personal: Denn die Umstellung von Kupfer- auf Glasfasernetze steht ins Haus, deren Kosten Telekom-Regulator Georg Serentschy jüngst mit bis zu zwei Mrd. Euro bezifferte.

"Ich wäre naiv, wenn ich sagen würde, dass das keine Mitarbeiter betrifft", erklärt TA-Betriebsrat Michael Kolek. Er bestätigt Gespräche über einen Sozialplan, der höhere Abfertigungen und ein Vorruhestandsmodell enthält - "für den Fall, dass man nach Abwägung aller Möglichkeiten feststellt, dass es für manche tatsächlich keine Arbeit gibt bei uns".

In Konzernkreisen wird weiterhin über die geplante Beschäftigungsagentur der Staatsholding ÖIAG, die 27,37 Prozent an der TA hält, diskutiert. Rund 2000 Telekom-Beamte könnten in diese ausgelagert werden. Die TA-Führung setzt darauf, dass eine neue Regierung das nötige Gesetz, das erlauben würde, TA-Beamte auf dem freien Arbeitsmarkt zu beschäftigen, sofort nach den Wahlen in Angriff nimmt.