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Telekom baut auf Draht zur Regierung

Von Eva Stanzl

Wirtschaft

Telekom Austria: "Beamtenagentur muss kommen". | Gesetzesänderung "wäre nötig". | Wien. Der börsenotierten, teilstaatlichen Telekom Austria (TA) schwimmen die Felle davon. Das Festnetz leidet an Kundenschwund und die Wachstumskurve der "Cash Cow" Mobilfunk flacht ab. Doch ohne politische Lösung, so der Konzern, sei der geplante Abbau von bis zu 2500 Mitarbeitern bis 2011 kaum durchführbar. Denn diese sind großteils unkündbare Beamte, für deren Abbau oder Versetzung eine Gesetzesänderung nötig wäre.


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Auf der Suche nach Lösungen werden alte Ideen ausgegraben: "Wir rechnen damit, dass es doch eine in der Staatsholding ÖIAG beheimatete Beamtenagentur geben wird, die neue Jobs vermittelt, und hoffen auf eine Änderung im Beamtendienstrecht", sagt Festnetz-Sprecher Martin Bredl zur "Wiener Zeitung". Der Beamtenagentur hatte die SPÖ im Sommer eine Absage erteilt. Zu entscheiden, ob das Thema neu aufgerollt werde, "ist Aufgabe der neuen Regierung", so ein Sprecher von SPÖ-Chef Werner Faymann. Kommt es nicht zur erwünschten politischen Lösung, braucht die TA in der Personalentwicklung eine zündende Idee. Denn TA-Mitarbeiter berichten von Perspektivenlosigkeit. So seien interne Jobinserate schwammig formuliert und würden Schulungen gestrichen. Zudem hätten Beamte starre Einstufungen und könnten sich nicht für jeden intern freien Job bewerben.

Überall sparen

Stimmt, sagt Bredl, "aber man kann diesen Prozess nicht reibungslos gestalten. Wir sparen überall, auch bei Reisen oder Verköstigung." Die Sozialpläne zu den Mitarbeiter-Einsparungen werden am Montag unterfertigt. Sie sehen auch die "Passivierung" von Beamten vor. Dabei werden diese nach Hause geschickt, aber Teile ihrer Gehälter weiter bezahlt. Denn: Je mehr Beamte bereits zu Hause sind, desto besser argumentierbar wäre wohl eine Personalagentur.