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Telekom bleibt solo

Von Eva Stanzl

Wirtschaft

Partnerschaft ist derzeit unrealistisch. | Wien. Telekom Austria (TA)-Betriebsrat Michael Kolek erwartet, dass die Telekom auf ihren veräußerbaren Anteilen vorerst sitzen bleibt. "In der jetzigen Wirtschaftssituation ist es für mögliche Partner schwierig, zwei bis drei Milliarden Euro für Übernahmen aufzustellen", sagt er. Kolek, der auch im AUA-Privatisierungsausschuss sitzt, ist sicher: "Eine strategische Partnerschaft für die Telekom wird jetzt nicht zustande kommen."


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Auch die Tele2-Übernahmegerüchte könnten bald wieder verstummen. Berichten zufolge sollte Henrik Ringmar, der neue Chef des zweitgrößten Festnetz-Anbieters, den von der schwedischen Konzernmutter angedeuteten Verkauf vorantreiben. Doch niemand will Tele2: "Für uns liegt die Zukunft in der Mobilkommunikation", sagt T-Mobile-Chef Robert Chvatal. Mitbewerber Orange will die Möglichkeit einer Festnetz-Sparte nicht kommentieren. TA-Chef Boris Nemsic beruft sich auf die Marktführerschaft: "Das ist wettbewerbsrechtlich unmöglich, sodass wir nicht darüber nachdenken."

Von einer Übernahme wisse man nichts, man wolle den Rückgängen der Festnetz-Telefonie zum Trotz die Marktanteile ausweiten, betont Tele2. Tele2 hatte 2005 den Mitbewerber UTA um 212 Mio. Euro gekauft. Laut Insidern wird der Konzern seine Österreich-Tochter jedoch nicht einmal um 60 Mio. Euro los.