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Eine Büste hat er sich bereits zu Lebzeiten anfertigen lassen. Diese wurde neben ihm aufgestellt. An der Wand zahlreiche Bilder, die ihn zeigen. Sein Büro aus der Staatsoper wurde 1:1 im Studio nachgestellt. Die Anstalt, wie Ioan Holender den Sender ATV nennt, hat es mit dem ehemaligen Staatsoperndirektor gut gemeint. Er sollte sich offensichtlich bei seiner wöchentlichen Talkshow, die ihm ATV jeweils montags zugeschanzt hatte, "wie zu Hause" fühlen - was er dann auch tat. Die Schuhe zog er zwar nicht aus, aber er rüpelte drauf los, ohne Charme, ohne Respekt, ohne Manieren. Die Geschmacklosigkeit der Studioausstattung - lange farblose Coach, merkwürdig weihnachtlich anmutende Gebilde an der Wand - dürfte sich auf das Gemüt des Gastgebers geschlagen haben.
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Seinen Freund und Raiffeisen-Generalanwalt Christian Konrad ließ er zwar kaum zu Wort kommen, dafür unterstrich er umso öfter den "mächtigen Mann" in ihm. Bei Toni Innauer, seinem zweiten Gast, fiel ihm dann schon weniger ein. So pries er das neu erschienene Buch des Sportlers und erwähnte dabei auch gleich sein eigenes. "Darf’s ein Wasser sein", wackelt immer wieder die Sekretärin auf hohen Hacken mit engem Rock ins Bild. "Frau Erna, Sie stören", meint Holender ernst. Der Zuseher fühlt sich eher an die Löwinger-Bühne erinnert. Die ehemalige Außenministerin Ursula Plassnik dürfte ihren Auftritt inzwischen bereuen. Nachdem die Herren lediglich über ihr auffälliges Schuhwerk und ihre Körpergröße plauderten, versuchte sie das Gespräch auf Wichtigeres zu lenken. Doch vergebens. Holender machte sich erst gar nicht die Mühe, auf sie einzugehen, und fragte lieber die Herren nach ihren Essgewohnheiten. Der falsche Kaiser gehört abgesetzt.

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