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Die "Küche zum Mitnehmen" des Möbel-Elchs wurde hier ja schon gebührend - nennen wir’s: gefeiert und gleichfalls der Hipsterislamist auf dem Cover des neuen 2017er-Katalogs. Dieser freilich, unlängst von mir aus dem Altpapiercontainer im Hof gefischt, gibt noch manch anderen Stoff zum Nachdenken.
Zum Beispiel kann man es sympathisch finden, dass sich die abgebildeten Familien fast ausschließlich multiethnisch zusammensetzen. Ikea verschreibt sich damit einer Botschaft. Die bleibt freilich an der Oberfläche, wenn die abgebildeten Menschen nahezu durchwegs jung und schön sind. Menschen mit einer sichtbaren Behinderung oder mit einem Erscheinungsbild, das von der ästhetischen Norm abweicht, sind freilich auch für das humanistischst denkende Möbelhaus keine Werbeträger.
Und dann noch diese sperrholzphilosophischen Texte! "Die Zeit mit Kindern sorgt für Erinnerungen, die bleiben" oder: "Die einzige Regel ist, dass es keine Regeln gibt" - da glaubt man glatt, man ist in eine Aphorismensammlung von Paulo Coelho geraten. Coelho schürft in den Kohlegruben der Weisheit, wo sie am tiefsten sind, und spricht also: "Sei mutig. Gehe Risiken ein. Nichts kann Erfahrung ersetzen." Ikea nährt sich an den Brüsten von Minervas Eule und schreibt: "Denn aus kleinen Missgeschicken lernt man."
Das ist ja fast, als würde Coelho höchstpersönlich für Ikea texten!
Doch wie sagt Ikea? - "Such dir den Tisch und die Stühle ganz nach deinem Geschmack und dem vorhandenen Platz aus."
Ich fürchte, ich werde wohl wieder nicht Kunde werden.

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