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In den kommenden fünf Jahren will Tirol Milch 40% des Umsatzes durch Ausfuhren erwirtschaften. Vor 1995 exportierte die Genossenschaft überhaupt nicht, im vergangenen Jahr betrug der Export-Anteil 32%. Der Druck des Lebensmitteleinzelhandels ist groß und die EU-Erweiterung hat Sorgen bereitet. In Italien wittert der neue Tirol Milch-Geschäftsführer Andreas Geisler aber einen Hoffnungsmarkt für sein Unternehmen.
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"In Italien gibt es wenig Regionen, die prädestiniert sind, Milch zu produzieren", erklärt Geisler gegenüber der "Wiener Zeitung". Der eigene Bedarf werde dort nur zu vier Fünfteln gedeckt, der Rest importiert. "30 Kilometer vom Brenner entfernt haben wir einen Vorteil gegenüber Mitkonkurrenten", meint Geisler. Derzeit liege Italien für Tirol Milch umsatzmäßig mit Deutschland gleichauf (17%). Ziel sei es, gegenüber Deutschland "schwer zuzulegen".
Ähnlich optimistisch beurteilt der neue Geschäftsführer den Markt Schweiz: Die Distanz sei gering und die Kaufkraft höher als in Österreich. "Der Zoll auf Käseimport wird schrittweise abgebaut, ab 2007 gibt es keine Handelshemnisse mehr."
Mit Ungarn, Slowenien, Tschechien und der Slowakei wurden Vertriebskooperationen abgeschlossen: "Wir versuchen sukzessive Fuß zu fassen, was nicht einfach ist", beschreibt Geisler die Situation. Die Kaufkraftunterschiede von Stadt und Land würden genauso zu schaffen machen wie die Tatsache, dass "nicht alle 'Hurra!' schreien, weil Tirol Milch kommt."
Der Einzelhandel hat zur Zeit einen Anteil von etwa 60% am Tirol Milch-Umsatz, der Rest geht großteils in die Gastronomie. Die außerösterreichischen Aktivitäten sollen die Preisschlacht im heimischen Einzelhandel bald erträglicher machen, auch wenn die Unternehmen untereinander zum Teil verflochten sind, wie Geisler weiß: "Despar gehört Spar. Trotzdem ist der Handel in Italien ein bissl kleiner strukturiert als in Österreich."
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