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Treibstoffe und Heizöl bleiben Preistreiber

Von Helmut Dité

Wirtschaft

Rohölpreis im Durchschnitt des Jahres erstmals über 100 Dollar.


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Wien. Autofahren war 2011 so teuer wie nie - nicht nur, weil die Kfz-bezogenen Steuern erhöht wurden: Auch die Spritpreise erreichten im Schnitt des Jahres neue Höchstwerte: Mit 1,343 Euro für den Liter Diesel und 1,379 Euro für den Liter Superbenzin im Jahresdurchschnitt mussten die Österreicher für Kraftstoffe noch nie so tief in die Tasche greifen, rechnen die Autofahrerklubs vor. Damit war Diesel um 18 Prozent teurer als im Jahr davor, Benzin um mehr als 13 Prozent.

Die Rohölpreise (Opec-Korb) lagen 2011 abgesehen von zwei Monaten stets über der 100-Dollar-Marke und markieren mit rund 107 Dollar je Barrel als Jahresdurchschnittswert ein neues Allzeithoch, das erstmals über 100 Dollar je Barrel liegt.

Die am Dienstag veröffentlichte Statistik der Preise für Haushaltsenergie im November belegt die Preistreiberrolle von Treibstoffen und Heizöl: Diesel kostete um 21,6 Prozent mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres, Heizöl war gar um 25,5 Prozent teurer. Insgesamt lag der Index für die Haushaltsenergiepreise um 12,6 Prozent über dem November 2010. Zum Vergleich: Der Verbraucherpreisindex (VPI) stieg nur um 3,6 Prozent.

Hohe Einsparungen bei Anbieterwechsel möglich

Das Sparpotenzial beim Wechsel vom regionalen Standardanbieter zum Billigstbieter von Strom und Gas liegt für Österreichs Haushalte derzeit je nach Region zwischen 29 Euro in Tirol und 278 Euro pro Jahr in Wien. Dies geht aus dem vom Wirtschaftsministerium veröffentlichten Energiepreis-Monitor hervor.

Für Strom geben Österreichs Haushalte durchschnittlich pro Jahr zwischen 579 Euro in Tirol und 683 Euro in Oberösterreich aus. Für Erdgas werden durchschnittlich zwischen 965 Euro Vorarlberg und 1189 Euro im Netzgebiet Linz aufgewendet. Berechnet wurden diese Zahlen auf Basis eines Haushaltes, der 15.000 kWh beim regionalen Standardanbieter bezieht.