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Umweltfreundlichkeit von Kopf bis Fuß

Von Eva Stanzl

Wirtschaft

Höchstdotierter Umweltpreis für Unternehmen. | Mitarbeiter vergeben Sonderpreis. | Meerbusch/Wien. Mülltrennung, wiederverwertbares Papier, weniger Dokumente ausdrucken, Büromöbel aus Holz wann ist ein Unternehmen wirklich umweltfreundlich? "Mülltrennung ist nicht wirklich genug, aber vielen Unternehmen sind die langfristigen Investitionen für nachhaltigen, konsequenten Umweltschutz in Zeiten der Krise zu hoch", sagt Monika Jacoby, Sprecherin von Kyocera Deutschland. Vielmehr gehe es um Umweltfreundlichkeit von Kopf bis Fuß.


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Der aus Japan stammende Konzern für umweltfreundliche Multifunktionssysteme - etwa für Laserdrucker, Solar-Produkte und Produkte im medizinischen Bereich - vergibt einen mit 100.000 Euro dotierten Umweltpreis für Firmen-Projekte, die eine eindeutige Reduktion des CO2-Ausstoßes zur Folge haben. Beispiele sind die Sanierung einer Heizungsanlage, eine umfassende Gebäudedämmung oder der Einbau einer Solaranlage.

Bis zum 31. März 2010 können heimische Klein- und Mittelbetriebe Konzepte einreichen. Der Gewinner erhält 50.000 Euro, der Zweitgereihte 30.000 Euro - beide werden von einer Jury ausgewählt. In Österreich sind laut Wirtschaftskammer (WKO) ein paar tausend Betriebe in der Sparte Umwelt tätig, einreichen könne aber jedes Unternehmen mit einem guten Umweltkonzept.

Dass die Preisgelder nur einen Bruchteil der Investitionskosten für die Anlagen ausmachen, ist den Initiatoren bewusst. "Allerdings können auch Konzepte eingereicht werden, die noch nicht realisiert sind. Für die Umsetzung gibt es Landesförderungen", sagt Christoph Haller von der Abteilung Umwelt- und Energiepolitik der WKO.

Der Preis sei der höchstdotierte, privat vergebene Umweltpreis in Österreich und Deutschland. Andere heimische Preise, wie etwa der Energy Globe, seien genereller ausgerichtet - würden also auch für öffentliche Anlagen vergeben.

Nichts für SUV-Fahrer

Mit einem Sonderpreis von 20.000 Euro wird nachhaltige Umweltfreundlichkeit in den Unternehmensprozessen inklusive Management prämiert. Der Sieger wird nicht von einer Jury gekürt, sondern von Mitarbeitern von Betrieben über das Wiener Arbeitnehmer-Portal kununu.com ("unbeschriebenes Blatt"). "Wenn eine Firma ein gutes Umwelt-Sponsoring-Programm hat, aber die Vertreter SUVs fahren, passt das nicht zusammen", begründet Martin Poreda von kununu.com die Auswahlmethode.