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Die UNO warnte den liberianischen Präsidenten Charles Taylor, seinen Gang ins Exil weiter hinauszuzögern. Rebellenführer Sekou Conneh schlug vor, die Kriegsverbrecher-Beschuldigungen gegen Taylor fallen zu lassen, wenn er dann geht.
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Jacques Klein, UN-Sondergesandter für Liberia, legte Taylor nahe, das Land zu verlassen, da er sonst riskiere, wegen seiner Verurteilung als Kriegsverbrecher vom UN-Tribunal für Sierra Leone verhaftet zu werden, wenn die Interventionstruppen etabliert sind. Taylor solle sich in Erinnerung rufen, das es die UN waren, die den ersten Kriegsverbrecher des früheren Jugoslawiens festgenommen hatten, so Klein.
Der liberianische Präsident hatte als Bedingung für seine Ausreise genannt, dass sein Kriegsverbrecherstatus von der UNO revidiert werde. Rebellenführer Conneh erklärte, er wäre mit der Erfüllung dieser Bedingung einverstanden, wenn Taylor dann tatsächlich das Land verlasse. Am Donnerstag stimmte das Parlament in Monrovia formell dem Rücktritt Taylors zu und machte damit den Weg frei für die versprochene Machtübergabe am 11. August. Taylor teilte dem Kongress schriftlich mit, er werde die Amtsgeschäfte am Montag an Vizepräsident Moses Blah übergeben. Zunächst wollte Taylor sich persönlich vor dem Kongress äußern.
Am Mittwoch war ein kleines US-Team zur Unterstützung de afrikanischen Friedenstruppen in Monrovia eingetroffen.
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