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Ungarische Zuckerfabriken versüßen der Agrana die Bilanz

Von Rosa Eder

Wirtschaft

Der ungarische Zuckermarkt befindet sich seit Jahren in einer Umbruchphase.


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Der Verbrauch ist von früher 600.000 auf 400.000 t drastisch zurückgegangen, Überkapazitäten zwangen alle Produzenten zu Rationalisierungen.

Auch der heimische Zucker- und Stärkeproduzent Agrana, in Ungarn mit der Magyar Cukor Rt. vertreten, mußte den Sparstift ansetzen, Werke schließen und Mitarbeiter abbauen. In den drei verbliebenen

Werken Kaposvar, Petöhaza und Acs arbeiten derzeit 900 Mitarbeiter, von denen heuer weitere 150 abgebaut werden. 1996 waren noch 2.500 Personen in den ungarischen Agrana-Fabriken tätig. Wie Agrana-

Vorstandsmitglied und Vorstandsvorsitzender der Magyar Cukor Rt., Walter Grausam, vor österreichischen Journalisten ausführte, beliefen sich die Verluste in Ungarn in den vergangenen drei

Jahren auf 150 Mill. Schilling. Für heuer wird ein positives Ergebnis von über 30 Mill. Schilling erwartet. Bisher habe die Agrana in ihre ungarischen Zuckerbeteiligungen rund 1 Mrd. Schilling

investiert, sagte Grausam. Unter anderem wurde eine Markenartikelfamilie rund um das Produkt Zucker aufgebaut. Die Einführung der Zuckermarke "Koronás" gestaltete sich schwierig, meinte Grausam,

denn: "Zucker ist ein preissensibles Produkt."