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Ungewisse Zukunft für Manroland Österreich

Von Kid Möchel

Wirtschaft

Zur Österreich-Tochter (60 Mitarbeiter) gehören sieben Osteuropa-Filialen.


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Wiener Neudorf. Das Mega-Insolvenzverfahren des deutschen Druckmaschinen-Herstellers Manroland könnte auch die Tochterfirma Manroland Österreich GmbH in Bedrängnis bringen. An der Wiener Neudorfer Service- und Vertriebsfiliale des Offenbacher Maschinenbaukonzerns hängen nicht nur 60 Arbeitsplätze, sondern auch die Geschäfte der Enkelfirmen in Polen, Tschechien, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Rumänien und Bulgarien.

"Die Situation in Österreich ist unklar. Wir möchten wissen, welche Auswirkungen die Insolvenz auf uns hat", sagt eine leitende Manroland-Mitarbeiterin zur "Wiener Zeitung". "An sich stehen wir gut da, die Zahlen für 2010 waren nicht so schlecht. Wie schlimm sich die Insolvenz auf uns in Österreich auswirken wird, wird davon abhängen, zu welchem Ergebnis der deutsche Masseverwalter kommt." Im Vorjahr hat Manroland Österreich rund 3,1 Millionen Euro Gewinn geschrieben, dazu kam ein Gewinnvortrag aus 2009 von 4,97 Millionen Euro. Das Eigenkapital betrug 16,98 Millionen Euro, davon entfielen 8,1 Millionen Euro auf das Stammkapital. "2010 standen sie mit 75 Prozent Eigenkapitalquote sehr gut da", sagt Gerhard Weinhofer von der Auskunftei Creditreform. Doch im April 2011 ist es zu einer Kapitalherabsetzung um 6,1 Millionen Euro auf zwei Millionen Euro gekommen. Auch besteht mit der Mutterfirma ein Gewinnabführungsvertrag.

Manroland Österreich ist im Verkauf und in der Servicierung tätig. So stehen Druckmaschinen bei Berger in Horn, bei Leykam in Graz und Herold in Wien sowie bei der Bodendruckerei Paul Gerin in Wolkersdorf und bei der Offsetdruckerei Schwarzach.